Unternehmen unter Verdacht:

Verbraucherschützer sagen „Gebührenwahn“ den Kampf an

„Anmeldegebühren“, „Bearbeitungsgebühren“, „Mahngebühren“ - die Abzocke per Gebührenschein ist beliebt unter schwarzen Unternehmer-Schafen. Die Verbraucherzentrale will jetzt einschreiten.

Die Verbraucherzentrale will die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" der Unternehmen im Land genauer unter die Lupe nehmen.
Fredrik von Erichsen Die Verbraucherzentrale will die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" der Unternehmen im Land genauer unter die Lupe nehmen.

Leserin Kati Lau ist sauer auf ihre Bank: Fristgemäß bis Ende Dezember vergangenen Jahres hat sie ihren Antrag auf Rückerstattung von unrechtmäßig erhobenen Gebühren für einen Autokredit gestellt. Doch bis heute wartet sie auf ihr Geld. „Wie kann das sein? Wir als Antragsteller, haben doch auch unsere Fristen einzuhalten“, schreibt sie an unsere Redaktion. Kati Lau ist mit ihrem Ärger nicht allein – immer wieder und zunehmend werden von allerlei Unternehmen so genannte Gebühren erhoben, die nicht zulässig sind.

Das haben auch die Verbraucherzentralen im Nordosten erkannt und nehmen die schwarzen Schafe ins Visier. So kündigten die Verbraucherschützer in Mecklenburg-Vorpommern jetzt eine gezielte Kampagne gegen den „Gebührenwahn“ an: „Wir werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Unternehmen im Land durchforsten und sie dann gegebenenfalls auf Mängel hinweisen. Hilft das nichts, werden wir das Recht mit Abmahnungen durchsetzen“, sagt Joachim Geburtig von der Zentrale in Rostock.

Dass die Medaille auch eine andere Seite hat, betont indes Jens Matschenz von der Vereinigung der Unternehmensverbände MV: „Klar ist, dass zum Beispiel die Abmahnung säumiger Kunden für den Anbieter oft mit erheblichen Kosten verbunden ist. Und diese Kosten müssen selbstverständlich durch den Verursacher beglichen werden.“

Und was ist nun Leserin Kati Lau und ihren Leidensgenossen zu raten? Selbstverständlich kann sie sich vertrauensvoll an ihre Verbraucherschutzzentrale wenden, meint Lisa Hödgen. Möglich ist aber auch, den Ombudsmann ihrer Bank anzuschreiben, der für eben diese Fälle zuständig ist. Name und Kontaktmöglichkeiten finden sich im Vertrag oder auf den Internetseiten des Kreditinstitutes.

 

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