Stichtag Silvester:

Was Sparer und Anleger erledigen sollten

Das Jahresende rückt näher. Es wird Zeit, zu hohe Abgaben an den Fiskus zu verhindern. Wer bis zum 31. Dezember handelt, kann Steuern sparen und sich Zuschüsse sichern.

Stichtag 31. Dezember: Wer bis zum Jahresende einige Tipps umsetzt, kann Steuern sparen.
Daniel Reinhardt Stichtag 31. Dezember: Wer bis zum Jahresende einige Tipps umsetzt, kann Steuern sparen.

Mit einigen Tricks können Steuerpflichtige noch bis Silvester ihre Abgaben senken und mehr Geld für sich herausholen. Wichtigste Voraussetzung: Rechtzeitig informieren und Anträge stellen.

Steuerklasse wechseln:

Ehepaare und Lebenspartner, bei denen sich das Gehalt verändert hat, sollten den Wechsel der Steuerklasse prüfen. „Wer verheiratet oder verpartnert ist, kann bis zum 30. November die Lohnsteuerklasse wechseln. Die neue Kombination gilt dann rückwirkend für das ganze letzte Jahr“, erklärt Bernhard Lauscher von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

Freibeträge und Werbungskosten:

Arbeitnehmer können sich noch „last minute“ beim Finanzamt Freibeträge für Werbungskosten eintragen lassen, zum Beispiel für Fahrten zum Arbeitsplatz oder Fortbildungskosten“, sagt Markus Deutsch vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL).

Spenden absetzen:

Kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Spenden können als Sonderausgaben abgesetzt werden, und zwar bis zu 20 Prozent des Einkünfte-Gesamtbetrages. Voraussetzung für den Spendenabzug sei eine Zuwendungsbescheinigung. Bei Spenden bis 200 Euro genüge die Vorlage eines Kontoauszuges.

Handwerkerrechnungen:

„Für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen gelten jährliche Höchstgrenzen von 4000 beziehungsweise 1200 Euro“, sagt Deutsch. Wer also ohnehin den Jahresputz erledigen lassen oder den Flur streichen lassen will, sollte jetzt den Auftrag dazu erteilen, rät der VLH. Absetzen können Mieter auch anteilige Kosten für Hausmeister, Reinigung und Gartenpflege aus der Betriebskostenabrechnung.

Riester-Rente:

Wer einen Riester-Vertrag zur privaten Altersvorsorge abgeschlossen hat, bekommt steuerfreie Prämien vom Staat. „Das sind 154 Euro für Erwachsene und 185 Euro für jedes Kind, das vor dem 1. Januar 2008 geboren wurde, beziehungsweise 300 Euro pro Kind, wenn es danach auf die Welt kam“, erklärt Lauscher. Wer noch keinen Riester-Vertrag unterschrieben hat, kann noch bis zum 31. Dezember einen Vertrag abschließen und erhält die volle steuerfreie Jahresprämie. 

Freistellungsaufträge prüfen:

Auf Kapitalgewinne aus Privatvermögen gilt eine Abgeltungsteuer, Banken und Sparkassen behalten automatisch 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ein. „Bis zu 801 Euro oder 1602 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind Kapitalerträge pro Jahr jedoch steuerfrei“, erläutert Käding vom Bund der Steuerzahler. Werden diese Beträge nicht überschritten, behält die Bank keine Abgeltungsteuer ein, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt.

 

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