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Baby-Tees getestet: Jeder dritte Tee enthielt Giftstoffe

Bei den beanstandeten Produkten wurden potenziell gefährliche Pflanzenstoffe gefunden. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.

Kräutertees für Babys können durch Verunreinigungen Schadstoffe enthalten.
Patrick Pleul Kräutertees für Babys können durch Verunreinigungen Schadstoffe enthalten.

In jedem dritten Kräutertee für Babys waren bei einem Test krebserregende Pflanzenstoffe enthalten. Die Laboruntersuchung wurde vom ZDF-Verbrauchermagazin „WISO“ in Auftrag gegeben und in der Sendung am Montagabend vorgestellt. In fünf der 17 getesteten Kräuter-Babytees wurden demnach sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) nachgewiesen. Laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) können diese pflanzlichen Gifte den Organismus schädigen und sind möglicherweise krebserregend. Die Tees stammten von Discountern, Apotheken und Drogerien.

In den vergangenen Jahren sind pflanzliche Giftstoffe immer wieder in Tees und anderen Naturprodukten wie Honig und Pollenpräparaten gefunden worden. „Die Meldungen häufen sich, weil die Nachweismethoden besser werden“, erklärte Thomas Efferth, Professor am Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie an der Universität Mainz. Die Pyrrolizidinalkaloide seien meist nicht in den Teekräutern selbst enthalten, sondern im Unkraut auf den Feldern. „Wenn das versehentlich mitgeerntet wird, landen Spuren der Giftstoffe auch in Lebensmitteln“, sagte er.
In den meisten Fällen könnten die Giftstoffe später noch in technologischen Verfahren extrahiert werden.

Bei allen fünf belasteten Tees handelte es sich um Bio-Produkte. Besonders Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich auf schädliche Stoffe. Deshalb hätten PAs in Babytees „überhaupt nichts verloren“, sagte ein Kinder-Gastroenterologe dem Magazin.