Alternative Verhütungsmethoden:

Die Pille und die Sorge um Thrombose

Das perfekte Verhütungsmittel ist sicher, unkompliziert, hat keine Nebenwirkungen – und ist leider noch nicht zu haben. Viele Frauen nehmen die Pille, obwohl sie sich Sorgen um Thrombose machen. Zurecht?

Wer sich um das Thromboserisiko durch die Einnahme der Pille sorgt, spricht am besten mit seinem Frauenarzt über mögliche Alternativen.
Andrea Warnecke Wer sich um das Thromboserisiko durch die Einnahme der Pille sorgt, spricht am besten mit seinem Frauenarzt über mögliche Alternativen.

Wollen Frauen aus Angst vor Thrombose nicht die Pille nehmen, sollten sie mit ihrem Frauenarzt die Alternativen besprechen. Neben dem Kondom gibt es weitere Verhütungsmittel, die dann infrage kommen. „Ganz ohne Thromboserisiko ist die Kupferspirale, die den Vorteil hat, nur in der Gebärmutter zu wirken“, erklärt Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte. Außerdem sei eventuell eine andere Pille geeignet: „Das Thromboserisiko ist geringer bei den sogenannten Minipillen, die nur ein Gestagen enthalten und kein Östrogen.“ Die sogenannten Mikropillen sind hingegen ein Kombinationspräparat und enthalten beide Hormone. Auch Hormonspiralen enthalten nur Gestagene und haben ein sehr geringes Thromboserisiko.

Wenn überhaupt, trete eine Thrombose in den ersten Monaten der Einnahme auf, betont Albring. „Wenn eine Frau ihre Pille bereits ein Jahr oder länger eingenommen hat, dann ist das Thromboserisiko fast nicht mehr erhöht, und ein Wechsel oder ein Absetzen ist nicht angebracht.“

Wenn eine Frau mit der Pille verhüten will, gelten Übergewicht, Rauchen oder ein Alter über 35 als zusätzliche Risikofaktoren. „Wir würden dann nicht sagen, dass die Frau die Pille auf keinen Fall nehmen soll, wenn sie weiterhin eine zuverlässige Verhütung braucht und zum Beispiel eine Spirale, Kondom oder natürliche Verhütung nicht infrage kommt“, erläutert Albring. „Aber das Thromboserisiko ist in diesen Fällen dauerhaft höher, sodass Frauenärzte ungern eine Pille oder eine andere Verhütungsmethode mit kombinierten Hormonen verordnen.“

Nicht zuletzt sollten Frauen sich aber darüber im Klaren sein, dass eine Thrombose sich nicht plötzlich entwickelt. Fast immer gibt es Vorzeichen: „Einseitige, etwas muskelkaterähnliche Schmerzen und Spannen in der Wade oder Schmerzen auf der Innenseite der Oberschenkel zur Leiste hin.“ Derartige Beschwerden sollten bald
abgeklärt werden.

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