Impfung gegen Meningitis :

Erster Schutz vor Hirnhautentzündung

Ein neuer Impfstoff ist zugelassen. Allerdings bezahlen nicht alle Krankenkassen den Schutz.

Es gibt Schutz vor Hirn­hautentzündung.
Jens Wolf Es gibt Schutz vor Hirn­hautentzündung.

In Deutschland gibt es neuerdings eine Impfung gegen Meningokokken B. Der Impfstoff wurde von der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) und vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geprüft, teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln mit. Meningokokken des Typs B können schwere Hirnhautentzündungen (Meningitis) auslösen, zu deren Folgeerscheinungen Blutvergiftungen gehören. Diese führen in schweren Fällen zur Amputation betroffener Gliedmaßen.

Bislang gab es keine Möglichkeit, Meningitis zu verhindern, erläutert Thomas Fischbach, BVKJ-Vorstandsmitglied. Die neue Impfung soll besonders gefährdete Säuglinge sowie Kinder und Jugendliche schützen. Die Impfung können Säuglinge ab dem Alter von zwei Monaten bekommen. Sie wird im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt. Im zweiten Lebensjahr gibt es eine weitere Impfung. Einige Krankenkassen erstatten die Impfung. Seit 2008 gab es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland rund 400 Infektionen pro Jahr.

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