Vier Tipps für einen schnupfenfreien Winter:

Gemeine Erkältungsfallen: Wie man sie umgeht

Im November fangen die Nasen an zu laufen und überall wird geniest. Wie kann man sich schützen?

Lemförde. Wo man auch hinschaut, überall wird gehustet. Aber warum eigentlich? schließlich ist es doch draußen gar nicht so kalt! Mit Kälte hat eine Erkältung allerdings auch gar nichts zu tun. Viel mehr ist sie eine handfeste Virusinfektion.

Die Hustenfalle:

Wo kommen die Viren eigentlich her? Grundsätzlich schwirrt immer eine gewisse Menge Viren in der Gegend umher, aber die genügt in der Regel nicht, um unser Immunsystem zu überwinden. Die Wahrheit ist banaler: Es sind erkältete Mitmenschen, die die Viren verbreiten. Beim Husten werden winzige Tröpfchen nahezu mit Schallgeschwindigkeit ausgeschieden und bis zu drei Meter weit in die Umgebung geschleudert. Diese Art der Übertragung nennen Mediziner Tröpfcheninfektion. Wehren kann man sich dagegen nur, indem man sich konsequent abwendet, wenn jemand in näherer Umgebung hustet.

Die Türgrifffalle:

Es gibt noch einen weiteren Übertragungsweg: Dieser nennt sich Schmierinfektion. Bei diesem werden die Viren über Gegenstände übertragen (Türklinken oder Wasserhähne), die der Erkältete angefasst und dabei Viren hinterlassen hat. Wissenschaftler haben herausgefunden, das bis zu 60 Prozent dieser Viren sogar noch nach einer ganzen Stunde Verweildauer auf einem Gegenstand aktiv seien und gefährlich werden können. Schmierinfektionen umgeht man am besten durch möglichst häufiges Händewaschen.

Die hermetische Falle:

Im Winter wird zumeist weniger gelüftet als im Sommer. So können sich die Viren im gesamten Raum ausbreiten und dort umherschweben. Deshalb infizieren wir uns vor allem im Winter. Mit nassen Haaren oder kalten Füßen hat das nichts zu tun. Wer kann, sollte schlecht gelüftete Räume im Winter möglichst meiden.

Die Taschentuchfalle:

Erkältete Familienmitglieder lassen oft ihre Taschentücher herumliegen und verbreiten so Viren. Am hygienischsten sind Papiertaschentücher, die außerhalb der Wohnung entsorgt werden oder zumindest in fest verschließbaren Plastiktüten. An seinen eigenen benutzten Taschentüchern kann man sich übrigens nicht wieder anstecken. Der Körper baut nämlich Abwehrstoffe gegen die spezielle Virenart auf, an der man erkrankt ist. Somit kann hier Entwarnung gegeben werden. Allerdings gibt es etwa 200 verschiedenen Erkältungsviren, sodass man sich immer wieder mit anderen Viren infizieren kann.