Winterzeit - Erkältungszeit:

Gesundheit aus dem Trinkglas

Obstsäfte und Smoothies haben einen guten Ruf – Vitamine pur. Wie sie dem gerade in der Erkältungszeit wirklich gerecht werden.

Heiße Getränke, wie Milch mit Honig oder Tees helfen bei Erkältung. Kräutertees wirken schweißtreibend und Fieber senkend, darin enthaltende ätherische Öle lindern die Beschwerden.
Daniel Modjesch Heiße Getränke, wie Milch mit Honig oder Tees helfen bei Erkältung. Kräutertees wirken schweißtreibend und Fieber senkend, darin enthaltende ätherische Öle lindern die Beschwerden.

Einfach Gesundheit trinken – das funktioniert speziell jetzt mit Holunderbeeren. Die dunklen Beeren wachsen besonders hier im Norden wild und werden gern gepflückt. „Holunder enthält viel Vitamin C und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, die unserem Immunsystem richtig gut tun“, weiß Anna Golmann, Diplom-­Ökotrophologin und Ernährungsberaterin der IKK Nord.

Sowohl die Holunderblüten, die man im Frühsommer ernten kann, als auch die Holunderbeeren haben schweißtreibende Wirkung. Schnupfen und Fieber werden mit Holunder gelindert. Gerade jetzt beugt täglich ein Becher dieser dunkelblauen Spezialität gut einer Erkältung vor.

Wärme tötet Keime ab

Doch auch wenn die Erkältung schon da ist, hilft Holunderbeersaft. Denn der Körper wird nach dem Genuss spürbar erwärmt. Diese höheren Temperaturen helfen – ähnlich wie beim Fieber – Keime abzutöten, wie die Expertin betont. Tückisch ist allerdings die blaue Farbe – Lippen und Zähne werden blau. Die blaue Färbung lässt aber nach kurzer Zeit wieder nach. „Etwas Zitrone im Holundersaft lässt die Farbe an den Zähnen schneller wieder verschwinden“, rät Golmann.

Um gar nicht erst eine Erkältung zu riskieren, empfiehlt die Ernährungsexpertin, täglich wenigstens eine große Flasche (Mineral-­)Wasser zu trinken. „Die Schleimhäute bleiben dadurch schön angefeuchtet und können sich gut gegen Erkältungskeime wehren“, sagt sie. Und auch für die Schönheit von Haut und Haaren empfiehlt es sich, viel zu trinken.

Tricks helfen, mehr zu trinken

Wer kein Durstgefühl hat, kann sich mit einem praktischen Trick helfen: Eine große Flasche Wasser an einen zentralen Ort in der Wohnung stellen, an dem man sich täglich aufhält. Am Abend sollte diese Flasche leer getrunken sein. Auf diese Weise kann man das gesunde Trinken nicht vergessen. Auch ein nach oben weit geöffnetes Trinkgefäß verführt dazu, mehr zu trinken.

Und wie steht es mit den sogenannten Smoothies? Nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sollte ein Smoothie einen Anteil von mindestens 50 Prozent an Obst und Gemüse enthalten. Bei der Herstellung es empfiehlt sich, die ganze Frucht bis auf Schale und Kerne zu verwenden. Zusatzstoffe und isolierte Nährstoffe sollten vermieden werden, und der Smoothie sollte nicht durch den Entzug von Wasser konzentriert sein.

Obst und Gemüse am liebsten Pur genießen

Geht man nach der aktuellen Empfehlung der DGE sollten Erwachsene täglich rund 400 Gramm Gemüse und 200 bis 500 Gramm Obst zu sich nehmen beziehungsweise die „5 am Tag“-Regel befolgen. Diese besagt, dass täglich fünf Portionen – eine Portion entspricht einer Handvoll – Obst und Gemüse gegessen werden sollten.

Generell gilt: Obst und Gemüse in ihrer natürlichen Form sind den Smoothies vorzuziehen. Ein gut zubereiteter Smoothie kann jedoch bis zu zwei Portionen Obst und Gemüse ersetzen. Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass Smoothies mit viel Obst auch viel fruchteigenen Zucker beinhalten. Vor allem grüne Smoothies liegen gerade voll im Trend. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass einige Gemüse und auch Kräuter absorptionsmindernde Inhaltsstoffe enthalten können, die die Aufnahme einiger Mineralstoffe minimieren können.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!