OP nach der Schwangerschaft:

Immer mehr wollen straffe Brüste

Durch das Stillen nach der Schwangerschaft wirkt der Busen entleert und schlaff. Einer aktuellen Umfrage zufolge wird immer öfter zum Skalpell gegriffen.

Operationen zu Brust­straf­fungen nehmen zu. Geld, Risiko und Schmerzen sind aber nicht zu vernachlässigen.
Franziska Koark Operationen zu Brust­straf­fungen nehmen zu. Geld, Risiko und Schmerzen sind aber nicht zu vernachlässigen.

Wenn nach einer oder mehreren Schwangerschaften die Brüste tropfenförmig hängen, wird das für viele Frauen zur psychischen Belastung. Der Blick in den Spiegel wird zur Qual, das Selbstwertgefühl leidet. Dann kann eine Bruststraffung eine Überlegung wert sein. Eine Garantie, dass die Brust danach genauso aussieht wie erträumt, gibt es jedoch nicht. Trotzdem wagen immer mehr Frauen den Eingriff: 2012 zählte diese Schönheits-OP erstmals zu den Top Ten der beliebtesten Behandlungen beim plastischen Chirurgen. Das ergab eine jetzt vorgestellte Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).

„Nach einer Schwangerschaft erscheint die Brust meist entleert, schlaff und hängend. Die Brustwarze steht relativ gesehen tiefer, Fülle im Dekolleté ist häufig ganz verloren“, erläutert Prof. Dennis von Heimburg von der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Die Ursachen für das veränderte Aussehen sind vielfältig: Durch die Schwangerschaft vergrößert sich die weibliche Brust sehr stark, die Haut wird entsprechend gedehnt. Nach dem Abstillen verringert sich das Volumen der Brust wieder. In aller Regel wird sie kleiner als vor der Schwangerschaft. Eine Bruststraffung hinterlässt immer Narben, die zu sehen und vor allem immer zu spüren seien, manchmal schmerzhaft. Eine Bruststraffung ist sehr selten medizinisch erforderlich, sondern ein verschönernder Eingriff. Die Kosten von 4500 bis 6000 Euro muss die Patientin selbst zahlen.

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