Wenn es ganz schnell gehen muss:

Ist Essen aus der Mikrowelle wirklich ungesund?

Wenn man keine Zeit hat, dann wird eine Mahlzeit gerne mal in der Mikrowelle erwärmt. Das geht auch gesundheitlich unbedenklich, solange das Gerät technisch einwandfrei funktioniert.

Vorsicht, heiß: Lebensmittel werden in der Mikrowelle oft ungleich erhitzt. Foto: Franziska Gabbert
Franziska Gabbert Vorsicht, heiß: Lebensmittel werden in der Mikrowelle oft ungleich erhitzt.

Eben noch im Tiefkühlschrank, wenige Minuten später verzehrbereit auf dem Essenstisch – die Mikrowelle macht’s möglich. Innerhalb kürzester Zeit wird Gefrorenes aufgetaut oder eine am Vortag zubereitete Mahlzeit erwärmt. „Lebensmittel aus der Mikrowelle sind gesundheitlich unbedenklich“, sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik.

Rein theoretisch kann man täglich Speisen oder Getränke aus der Mikrowelle zu sich nehmen. Wer allerdings glaubt, frisch zubereitetes Gemüse portionsweise einfrieren zu können und nach dem Aufwärmen in der Mikrowelle noch ein Nahrungsmittel mit vielen Vitaminen zu sich zu nehmen, der irrt: „Die meisten Vitamine sind hitzeempfindlich“, sagt Morlo.

Niemals Geschirr aus Melaminharz nehmen

„Wer seine Mahlzeiten oft in der Mikrowelle erwärmt oder gart, sollte täglich zusätzlich rohes Obst und Gemüse essen, um den Vitamingehalt zu optimieren“, rät Morlo.

Keinesfalls zum Braten, Kochen und Erhitzen in der Mikrowelle sollten Küchenutensilien aus Melaminharz verwendet werden, wie Prof. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung erklärt. Dies kann schädlich für die Gesundheit sein.

 

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