Eltern mahnen zurecht:

Lesen unter der Bettdecke schadet den Augen

Lesen bei schlechtem Licht soll genauso schädlich sein, wie permanentes Schauen auf das Smartphone.

Klinikdirektor Anselm Jünemann untersucht die Augen der dreizehnjährigen Josy Lana.
Bernd Wüstneck Klinikdirektor Anselm Jünemann untersucht die Augen der dreizehnjährigen Josy Lana.

Eltern warnen ihre Kinder stets vor dem heimlichen Lesen unter der Bettdecke. Dass sie damit recht haben, bestätigt jetzt der Direktor der Augenklinik an der Unimedizin Rostock, Anselm Jünemann. Denn ebenso wie das permanente anstrengende Schauen auf das Smartphone kann Lesen bei schlechtem Licht und bei Betrachten von Gegenständen in großer Nähe ein Wachstumsimpuls für den Augapfel sein.

Das führt zur Kurzsichtigkeit. Das hätten schon frühere Generationen gewusst: „Wenn man die „Stubenhocker” mit Draußenspielern vergleicht, ist die Kurzsichtigkeit bei den „Stubenhockern” größer”, betonte der Experte. Denn helles Licht hemmt über den Botenstoff Dopamin das Augenwachstum.