Radeln im Regen:

Regencape nicht am Lenker befestigen

Radfahren geht auch bei nassem Wetter. Kommt aber Wind dazu wird es mit einem Cape gefährlicher, als mit Regenjacke und Hose.

Regencapes sollen lieber im Wind flattern, als am Rad befestigt wie ein Segel zu wirken.
Ole Spata Regencapes sollen lieber im Wind flattern, als am Rad befestigt wie ein Segel zu wirken.

Radfahrer befestigen ihr Regencape während der Fahrt besser nicht am Lenker oder Sattel. Bei einem Sturz kann sich der Fahrer sonst nicht vom Fahrrad lösen. Das erklärt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Am Cape angenähte Schlaufen seien lediglich zur Fixierung am Handgelenk gedacht, damit es vom Wind nicht hochgeweht wird. Die praktischen Ponchos bedecken den ganzen Körper und schützen effektiv vor Regen. „Bei starkem Wind sollte man aber lieber zu einer wasserabweisenden Jacke und einer Regenhose greifen“, rät Filippek. Das Cape wirke bei Windböen wie ein Segel und kann dem Fahrer die Sicht versperren. Außerdem führt Wind unterm Cape zu Gleichgewichtsproblemen während der Fahrt. Grundsätzlich eignen sich Ponchos und Capes vor allem für Fahrradfahrer mit Stadt- und Hollandrädern, auf denen man aufrecht sitzt und langsam fährt. Dann kann der Regen problemlos vom Cape ablaufen, ohne dass die Beine nass werden. Bei zügiger Fahrt auf Mountainbikes oder Rennrädern klappt das nicht so gut, da man stärker nach vorne gebeugt sitzt.

Als Cape-Ersatz eignen sich bei leichtem Regen beispielsweise Softshell-Jacken. Sie sind atmungsaktiver als übliche Regenkleidung. Bei starkem Regen empfiehlt der ADFC wasserabweisende Jacken mit Lufteinlässen unter den Achseln und am Rücken. Sie reduzieren den Wärmestau, und der Fahrer gerät nicht so schnell ins Schwitzen. Alle Capes, Ponchos und Jacken sollten mit Reflektoren ausgestattet sein. Im Dunkeln und bei schlechter Sicht schützt das Radler vor Unfällen. Die Kapuze hat eine optimale Größe, wenn sie über den Helm passt.