Die grauen Zellen trainieren:

So vergessen Sie nichts mehr!

Vier praktische Expertentipps für ein Gedächtnistraining, das nichts mit Sudoku oder Kreuzworträtseln zu tun hat. Übrigens: Mehr dazu lesen Sie auch in unserer Sonntagszeitung am 18. August.

Nicht nur die Muskeln werden beim Sport trainiert, sondern auch die „grauen Zellen“.
Robert Kneschke/Fotolia.Com Nicht nur die Muskeln werden beim Sport trainiert, sondern auch die „grauen Zellen“.

Wie hieß noch mal der kleine Ort im letzten Sommerurlaub? Und wer war noch mal der Autor des spannenden Krimis, den ich erst letzte Woche ausgelesen habe? Was wollten wir heute noch unbedingt einkaufen? Und wo zum Teufel, habe ich die Sonnenbrille hingelegt?

Je älter wir werden, desto häufiger scheint sich unser Gedächtnis in ein Sieb zu verwandeln. Vor allem Alltagsdinge machen uns zu schaffen. Und nicht selten stellt sich dann die Frage: Verbergen sich hinter dieser Vergesslichkeit die ersten Anzeichen einer ernst zu nehmenden Krankheit?

Eine Psychotherapeutin nennt vier Dinge, die zum derzeitigen Stand der Wissenschaft zur Gesunderhaltung des Gedächtnisses aber auch bei bereits vorhandenen kognitiven Leistungsstörungen sinnvoll sind:

Erstens: „Gönnen Sie sich regelmäßig eine Pause!“ „Viele Menschen stellen zu hohe Ansprüche an sich selbst“, weiß die Psychotherapeutin aus Gesprächen mit Patienten. „Alles soll perfekt sein.“ Doch Menschen sind keine Roboter. Und das von vielen gewollte Multitasking hat seine Grenzen. Die Expertin rät deshalb, einfach mal einen Gang zurückzuschalten und ein Gleichgewicht zwischen An- und Entspannungsphasen zu finden. Dabei geht es vor allem darum sich auf das Hier und Jetzt einzulassen, anstatt sich ständig mit der Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit gleichzeitig zu beschäftigen. Hilfreich hierbei können Entspannungstrainings oder Meditation sein, aber auch die Konzentration auf das, was Sie gerade tun.

Zeitens: „Ernähren Sie sich gesund!“ Dabei geht es um zwei Dinge: Was esse ich und wie esse ich? Über das Was lässt sich vieles sagen, aber der Beginn einer jeden gesunden Ernährung ist das Wie! Regelmäßig, ausreichend und ausgewogen ist die Devise, aber dafür muss man sich die nötige Zeit für die Umsetzung als auch für das Konzept an sich nehmen! Man sollte nicht vergessen, dass auch das Gehirn ein Organ ist, welches rund 20 Prozent des Gesamtenergiebedarfs eines Erwachsenen verbraucht.

Drittens: „Bewegen sie sich regelmäßig!“ Dabei gehe es nicht ausschließlich um sportliche Höchstleistungen. Regelmäßige Spaziergänge, die Treppe statt des Fahrstuhls nutzen, im Garten arbeiten oder bei schönem Wetter eine Runde schwimmen gehen – tun es auch. Bewegung bedeutet eine koordinative Beanspruchung des Gehirns, die Anregung der Durchblutung, kann aber auch beim Entspannen sehr hilfreich sein.

Viertens: „Trainieren Sie Ihr Gehirn! Wer keine Freude am Rätseln hat, kann es beispielsweise mit dem Einkaufslisten-Training probieren. Die Regeln sind ganz einfach. Die fertige Einkaufsliste für einen Moment zur Seite legen. Dann gilt es, ein Duplikat der Liste zu notieren oder sich vom Partner abfragen zu lassen.

Mehr zu diesem und anderen Themen rund um das Wissen lesen Sie in unserer Sonntagszeitung "Was wir wissen", die am 18. August 2013 erscheint.

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