Gefährliche Emissionen:

Studie: Jährlich über drei Millionen Tote durch Luftverschmutzung

Die Luftverschmutzung verursacht mehrere Millionen Todesfälle weltweit. In Deutschland sterben mehr Menschen an Verkehrsabgasen als an Verkehrsunfällen. Die meisten Luftschadstoffe kommen jedoch woanders her.

Vor allem die Tierhaltung und der Einsatz von Düngemitteln trägt einer Studie zufolge zur Luftverschmutzung bei.
Jens Büttner Vor allem die Tierhaltung und der Einsatz von Düngemitteln trägt einer Studie zufolge zur Luftverschmutzung bei.

Jährlich sterben etwa 3,3 Millionen Menschen weltweit vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Die meisten Opfer stammen einer Studie zufolge aus Asien. Der größte Teil der Todesfälle gehe auf Emissionen zurück, die vor allem in China und Indien bei der Verbrennung von Kohle oder Biomasse zum Heizen und Kochen oder durch Dieselgeneratoren frei werden, berichtet ein internationales Forscher-Kollektiv unter Leitung von Johannes Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Luftverschmutzung durch Landwirtschaft

Bis 2050 könne sich die Zahl der Todesfälle verdoppeln, wenn nicht weitreichende Aktionen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen würden, schreiben sie im Fachblatt "Nature". In Deutschland und anderen Ländern Europas verschmutze vor allem die Landwirtschaft die Luft. Auf den Straßenverkehr gingen hierzulande etwa 20 Prozent der Todesfälle durch Luftverschmutzung zurück, weltweit sei er nur für etwa 5 Prozent verantwortlich. In Deutschland gebe es jährlich 7000 Todesfälle durch Verkehrsabgase. Demnach sterben hierzulande doppelt so viele Menschen an den Folgen der Verkehrs-Emissionen wie an Verkehrsunfällen.

Ingesamt belegt die Bundesrepublik den 12. Platz in der Liste der Länder mit den meisten, auf Luftverschmutzung zurückgehenden Todesfällen im Jahr 2010. In der EU führe laut den Forschern Feinstaub und Ozon jährlich zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland.

 

 

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