Ratgeber:

Tipps für Einzelkinder-Eltern

Leben ohne Geschwister: So lernen die Kinder trotzdem, auf dem Spielplatz ihre Kekse zu teilen.

Viele Kinder wachsen in Deutschland ohne Geschwister auf.
Jens Kalaene Viele Kinder wachsen in Deutschland ohne Geschwister auf.

Einzelkinder sind verwöhnt und egoistisch. Das sind Klischees, mit denen Eltern oft konfrontiert werden. Doch mit der richtigen Erziehung können sie solchen Vorurteilen entgegentreten:

•  Einzelkinder bekommen oft die volle Aufmerksamkeit der Eltern. Das hat natürlich Vorteile – es führt aber auch dazu, dass das Kind es als normal empfindet, von Mutter und Vater besonders intensiv beachtet zu werden, sagt Dana Urban von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Eltern sollten darauf achten, dass das Kind nicht ständig im Fokus steht. „Geschwisterkinder kennen es, öfter mal warten zu müssen oder dass die Eltern nicht immer intensiv Zeit für sie haben“, sagt Urban. Dabei lernen die Kinder zu warten. Deshalb heißt es für Einzelkinder-Eltern: Nicht immer gleich springen, wenn das Kind etwas möchte, sondern ruhig erst mal das beenden, womit man gerade beschäftigt ist.

•  Einzelkinder brauchen den Kontakt zu anderen Kindern. Denn das können Eltern in vielerlei Hinsicht nicht ersetzen. So erlangen Kinder im Umgang miteinander nicht nur soziale Kompetenzen, sondern lernen quasi ganz nebenbei, sich zu behaupten und durchzusetzen. Urban empfiehlt, schon früh damit anzufangen – beispielsweise in einer Krabbelgruppe oder beim Kinderschwimmen.

•  Einzelkinder können nicht gut abgeben, heißt es oft. Klar, sie haben ihr Spielzeug ganz für sich allein. Urban empfiehlt Eltern, dem Kind vorzuleben, was es heißt, zu teilen. Auf dem Spielplatz können Mütter und Väter ihr Kind immer wieder dazu anhalten, Spielzeug auszuleihen oder anderen Kindern Kekse anzubieten.

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