Zecken lauern überall:

Was bei einem Zeckenstich zu beachten ist

Sie sind winzig und mit bloßem Auge kaum zu erkennen: Holzböcke. Einmal gestochen, heißt es schnell reagieren. Denn sie übertragen Borreliose und im schlimmsten Fall den Erreger für die Hirnentzündung FSME. Wo sich Zecken aufhalten und wie man sich schützen kann, haben Christine Klose und Elena Zelle zusammengefasst.

In Deutschland ist die Zahl der Risikogebiete für die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME gestiegen. Foto: Frank Rumpenhorst
Frank Rumpenhorst In Deutschland ist die Zahl der Risikogebiete für die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME gestiegen. Foto: Frank Rumpenhorst

Wo können Zecken lauern?

Zecken mögen es feucht und können auch nur in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit überleben. In Deutschland leben die Tierchen bevorzugt in Laub- und Mischwäldern sowie im Unterholz. Doch auch in Parkanlagen und im Garten können Holzböcke vorkommen.

Wie verhalte ich mich nach einem Zeckenstich?

Der Holzbock sollte mit einer spitzen Pinzette, einer Zeckenkarte oder einer -zange entfernt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Blutsack nicht gequetscht wird, denn dadurch wird möglicherweise infektiöser Speichel oder der Darminhalt der Zecke übertragen. Deswegen sollte die Zecke direkt über der Haut an den Mundwerkzeugen des Kopfes gefasst und mit einer leicht drehenden Bewegung herausgezogen werden.

Wie kann ich mich mit Borreliose infizieren?

Die Lyme-Borreliose ist eine Krankheit, die durch eine Infektion mit Bakterien der Art Borrelia burgdorferi (Borrelien) verursacht wird. Diese werden durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Die Krankheit kann verschiedene Organsysteme betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke.

Kann ich mich gegen Borreliose impfen?

Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, aber es können Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um einen Zeckenstich bzw. eine Infizierung zu verhindern. Gärten, die an einen Wald grenzen, sollten umzäunt werden, um zu verhindern, dass Wildtiere die Holzböcke einschleppen. Katzen oder Hunde dienen ebenfalls als Wirte für die Krabbeltiere und sollten deswegen mit Zeckenmitteln behandelt werden. Wiesen sollten zudem geschnitten, Gebüsch ganz oder zumindest im Bodenbereich stark gelichtet, und Falllaub wie auch Bodendecker, wie Efeu, komplett entfernt werden. Außerdem wird empfohlen nach jedem Waldspaziergang und Gartenaufenthalt, den Körper auf Zecken zu untersuchen und getragene Kleidung sofort bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Wie viele Borreliose-Fälle gab es in diesem Jahr in MV und Brandenburg?

In Mecklenburg-Vorpommern wurden bis Mitte Mai 165 Borreliose Fälle gemeldet. In Brandenburg sind bisher 123 Erkrankungen bekannt, davon fünf in der Uckermark.

In welchen Gebieten kommt die Hirnhautentzündung FSME vor?

In Deutschland ist vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen die Gefahr hoch, nach einem Zeckenstich an FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) zu erkranken. Insgesamt gibt es 145 Kreise, die das Robert-Koch-Institut als Risikogebiete einstuft.

Wie verläuft die Krankheit?

Meist verläuft die Erkrankung in zwei Stadien. Zuerst leiden Betroffene unter unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Steigt nach etwa einer Woche ohne Symptome das Fieber plötzlich wieder stark an, ist das Stadium zwei erreicht. Dann hat das Virus das zentrale Nervensystem befallen. Bei etwa der Hälfte der Patienten sind nur die Hirnhäute entzündet (Meningitis), bei schweren Verläufen kommt es außerdem zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis). Neben hohem Fieber leiden fast alle Patienten an sehr starken Kopfschmerzen. Typisch ist außerdem der steife Nacken.

Wie kann ich mich vor FSME schützen?

Neben der Impfung helfen nur allgemeine Schutzmaßnahmen vor Zecken: Beim Spazierengehen sollte man Unterholz und hohes Gras meiden und am besten auf festen Wegen bleiben, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Bestimmte Stoffe halten Zecken durch ihren Geruch fern. Sogenannten Repellents werden auf die Haut aufgetragen und bieten für einige Stunden einen gewissen Schutz. Sie sind zum Beispiel in der Apotheke oder in Drogerien erhältlich.

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Kommentare (1)

Ich muss hier als Betroffener mal berichtigen. Also sicher gab es Mikroben dieser Art schon länger in der Natur. Die weltweite Verbreitung kam aber wohl erst unter den Nazis, für die angeblich der Wischenschaftler Erich Traub auf der Insel Riems mit Borrelien experementiert. Die Nazis haben dann die Borrelien testweise über der Ukraine abgeworfen. 1945 nahmen die Amis Traub wie auch Wernher von Braun mit nach USA. Traub "forschte" dort angeblich auf Plum Island weiter. Diesmal soll es wohl ein Sicherheitsleck gegeben haben und zunächst erkrankten Wachmänner der Insel. Zugvögel und Rehe, die durchs Wasser den Weg nach Connecticut auf das Festland schafften, besorgten den Rest. 1975 brauch dort die erste Epidemie im Städtchen Lyme aus. Überträger für den Menschen sind nicht nur Zecken sondern auch Pferdebremsen! Überträger sind nicht nur Bakterien der Art Borrelia burgdorferi. Es gibt viele Arten wie z.B. Borrelia Garini. Zur Fallzahl in MV heute ist zu sagen, dass sie real viel höher liegt, da die Diagnostik so einiger Ärzte noch nicht ausreicht. Insbesondere die Multifunktionsstörungen werden mit Psyche und Somatik, Hypochondrie abgetan, wenn Ärzte an sich selbst scheitern. Wichtige auch temporäre, latente Anzeichen einzeln & gemeinsam sind: Schwellungen, egal wo am Körper, Schwindel, Gangstörungen, Totalerschöpfung, Schmerzen/Kribbeln der Schädeldecke/Haarspitzen, Tinitus, Zittern einzelner Gliedmaßen, geringe & schwere Sehstörungen aller Art, Schulterschmerzen, Nackensteife/-drücken, Krämpfe im Kopf, Wortbildungsstörung, Kurzzeitgedächtnisausfälle,Krachempfindlich, kein PC,TV,Lesen! Patienten sind oft Monate, Jahre nur noch Esseneinnehmer und WC-Gänger, das war es. Viele Klinikaufenthalte sind Ergebnisse der Symptome. Die notwendige Diagnostik ist eine Privatleistung. Kommen Sie aber in der ganz akuten Ansteckungsphase ist der Kassenpatient auch dabei, nämlich dann zeigt auch die Nervenwasseruntersuchung an, nur dann. Auch Standardbluttests zeigen wenn, nur dann an. Danach wird es teuer, es sei denn, der Arzt schaut sich auch die Symptome, den Menschen an und nicht nur Röntgenbilder und Standardbluttests, ist quasi kein Apparatschik! Am Ende kosten die eigentlichen Tabletten 5 Euro pro Packung. Doch bis man bei der Diagnose ist, war es schon sehr, sehr teuer. Eine Heilung ist aber nicht garantiert. Borrelien"verstecken" sich im Körper und lauern auf besseres Wetter, also ein neuerlich schwächelndes Immunsystem. In MSE, MV gibt es aus persönlicher Sicht, eigener Erfahrung keinen Borreliosespezi, insbesondere, so finde ich, nicht am Bonhoeffer Klinkum in Neubrandenburg. Man suche sich im Internet einen Arzt in Berlin, der von Betroffenen, Verbänden empfohlen wird. Den Lesern sei Gesundheit gewünscht, ich kämpfe noch. Königspudel Kontakt zum Autor: softix2000-20@yahoo.com