Neue Symbole:

Was die Zeichen auf Putzmitteln bedeuten

Neue Regeln für die Warnhinweise: Ab 1. Juni werden Symbole wie das Ausrufezeichen auf Klo-, Rohr-, Badreinigern & Co. Pflicht.

Dafür stehen die neuen Symbole (links oben nach rechts unten): 1) Ätzende Stoffe 2) Umweltgefahr 3) Mittel kann Augen reizen 4) Entzündliche Stoffe 5) Nicht schlucken – Gesundheitsgefahr 6) Abgabe der Produkte in Selbstbedienung ist verboten.
UNECE Dafür stehen die neuen Symbole (links oben nach rechts unten): 1) Ätzende Stoffe 2) Umweltgefahr 3) Mittel kann Augen reizen 4) Entzündliche Stoffe 5) Nicht schlucken – Gesundheitsgefahr 6) Abgabe der Produkte in Selbstbedienung ist verboten.

Wofür stehen die Gefahrensymbole?

Sie informieren über Gefahren, die von dem Umgang mit den Produkten ausgehen können. Gefährliche Eigenschaften sind etwa, dass ein Produkt ätzend, leicht entzündlich oder reizend ist. So kann ein Imprägnierspray für Schuhe ein entzündliches Treibmittel enthalten – ersichtlich an dem Flammensymbol. Oder ein Toilettenreiniger enthält Zitronensäure, die die Haut bei längerem Kontakt reizen kann.

Warum werden die Symbole verändert?

Die Vereinten Nationen haben ein System zur Kennzeichnung chemischer Stoffe und Gemische festgelegt. Durch das Global Harmonisierte System (GHS) sollen diese Symbole weltweit vereinheitlicht werden. Alle weiteren Länder, die solche Zeichen einführen wollen, können sich beteiligen. Darüber hinaus sollen die bisher unterschiedlichen Systeme zur Kennzeichnung beim Transport und der Lagerung einander angenähert werden. Daher werden die neuen Symbole auch eine Rautenform haben – man kennt sie bereits von Zügen oder Transportern, erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel.

Was ändert sich?

Bisher gab es quadratische Zeichen mit schwarzen Zeichnungen auf orangefarbenem Grund. Die neuen Piktogramme bleiben zwar schwarz, aber der Hintergrund muss weiß sein, das Ganze rot umrandet werden, erläutert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. Und die Symbole stehen auf einer Spitze.

Ein paar der Bilder verändern sich außerdem: Es verschwindet das schwarze X für reizende Stoffe oder für Mittel, die gesundheitsgefährdend sind, wenn man sie verschluckt. Dafür gibt es neu ein Ausrufezeichen – es bedeutet zum Beispiel: Achtung, das Mittel kann die Augen reizen. Ein Symbol mit dem Umriss eines Oberkörpers kann bedeuten, dass eine Gesundheitsgefahr besteht, wenn das Mittel in flüssiger Form in die Lunge gelangt.

Die Flamme für entzündliche Mittel und ein Zeichen für ätzende Stoffe mit einer Hand, auf die etwas geschüttet wird, wurden nur leicht überarbeitet. Ein toter Fisch mit Baum steht für Umweltgefahr. Produkte, die einen Totenkopf tragen, darf es in Deutschland nicht frei zugänglich in Regalen geben. Für sie gelten besondere Regelungen, zum Beispiel, dass sie nicht an unter 18-Jährige ausgehändigt werden dürfen. Die Abgabe in der Selbstbedienung ist verboten.

Wie kann ich sichergehen, dass ich die Risiken richtig verstehe?

Es steht immer auch eine Erläuterung neben den Symbolen, erklärt Glassl. Etwa: „Verursacht Hautreizungen“. Und es gibt ein Signalwort: „Gefahr“ für höhere Risiken und „Achtung“ für niedrigere Risiken. Viele Hersteller geben auf der Verpackung freiwillig noch Handlungsanweisungen wie Tipps für den Notfall. „Wenn ich unsicher bin, sollte ich den Hersteller kontaktieren“, rät Glassl. Auf den Produkten finden sich meist Servicenummern. Wichtig ist auch zu wissen: Die Warnhinweise beziehen sich immer auf das unverdünnte Produkt.

Worauf sollte ich als Verbraucher beim Kauf achten?

„Es ist gut, wenn man alle Symbole kennt und beachtet“, betont Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus. „Zusätzlich rate ich, die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung zu lesen. Haushalte mit Kindern sollten Produkte mit solchen Warnsymbolen beim Kauf kritisch anschauen und sicher lagern.

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