Altersbedingte Augenkrankheiten:

Wenn die Buchstaben verschwimmen

Die Zellen im Auge, die für scharfes und farbiges Sehen zuständig sind, bauen im Laufe des Lebens ab. Wer verzerrt sieht, sollte zur Kontrolle zum Augenarzt.

Perios, ca retra vilticae vilica opuleri te Foto: XXX
Andrea Warnecke Perios, ca retra vilticae vilica opuleri te Foto: XXX

Die Linien im Kreuzworträtsel sind schief. Die Zeilen auf der Mitte der Buchseite verschwimmen. All das können die ersten Anzeichen einer altersbedingten Makuladegeneration, kurz AMD, sein. In Deutschland leiden nach Schätzungen der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) etwa 4,5 Millionen Menschen an dieser Erkrankung der Netzhaut. Die AMD tritt in zwei Formen auf: der trockenen und der feuchten. „Bei der trockenen Form stellt die ernährende Schicht von Zellen unter der Netzhaut ihre Tätigkeit ein“, erklärt Steffen Hörle, Ärztlicher Leiter der Artemis Augenklinik Dillenburg (Hessen). „Dadurch werden Stoffwechselgifte in der Netzhaut nicht mehr richtig abtransportiert, und Zellen in der Netzhaut sterben nach und nach ab.“

Die feuchte Form entwickelt sich oft aus der trockenen. „Der Körper versucht eine Art unsinnigen Reparaturmechanismus: Er bildet aus der Schicht hinter den Sehzellen neue Zellen, welche in die Sehschicht hineinwachsen“, so Prof. Bernd Bertram, Vorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands in Düsseldorf. Häufig ist ein Gendefekt die Ursache. Als weitere Risikofaktoren gelten Rauchen, intensive Belastung der Augen durch Licht und UV-Strahlung sowie Bluthochdruck.

Möglichkeiten zur Vorbeugung sind nicht bekannt. Zwar gibt es für keine der beiden AMD-Formen eine Heilung versprechende Behandlung, doch lässt sich der Verlauf beeinflussen. Dafür ist es wichtig, sie so früh wie möglich zu erkennen. „Wer andauernd Ausfälle im zentralen Sehen feststellt, sollte dies vom Augenarzt untersuchen lassen“, rät Bertram.

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