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„Greif“ startet mit schicker Kombüse

VonLutz StorbeckRein segeltechnischgesehen hat das Seebad Ueckermünde zwei Botschafter. Die „Greif von Ueckermünde“, die schon seit Jahrzehnten auf Haff ...

Die „Greif von Ueckermünde“ bei einer Fahrt mit Gästen, die diesen ungewohnten Törn auf einem Segelschiff genießen. So soll es auch künftig sein – Kinder und Jugendliche können mit der einstigen „Immer bereit“ die Welt erkunden.

VonLutz Storbeck

Rein segeltechnisch
gesehen hat das Seebad Ueckermünde zwei Botschafter. Die „Greif von Ueckermünde“, die schon seit Jahrzehnten auf Haff und Ostsee unterwegs ist, und die „Wappen von Ueckermünde“, die sich als erster Rolli-Segler einen Namen gemacht hat.

Ueckermünde.Auf einem Segelschiff gibt es immer etwas zu tun. Erst recht, wenn das Schiff mehr als 50 Jahre lang seinen Dienst verrichtet hat, wie zum Beispiel die „Greif von Ueckermünde“. Darum verwundert es auch nicht, dass sich der „Förderverein der Jugendsegelyacht Greif von Ueckermünde“ ganz intensiv um das Schiff kümmert. Schließlich soll die „Greif“ auch in der Saison 2013 wieder vielfach auf Törn gehen. Eckhard Budy, Beisitzer im Vereinsvorstand, hat die lange Liste mit den Segelterminen bis zum Saisonende vor sich. „Meistens sind das Gruppen von jungen Leuten“, sagt er. Denn ein Ziel des Vereins ist es, den vorrangig jungen Segelgästen die Themen Segeln, Umwelt und Natur nahezubringen. Dafür gibt es keine berufsmäßige Crew, die das Schiff führt, sondern ehrenamtliche Schiffsführer und Steuerleute, etwa 20 an der Zahl, sagt Michael Lange, der im Verein als Kassenprüfer arbeitet. Für ihn und seine Mitstreiter ist die „Greif“ ein Ort, an dem Ehrenamt und Jugendarbeit bestens zusammenpassen.
Doch mit dem Segeltörns, zu dem auch Menschen mit Beeinträchtigungen gern an Bord gesehen sind, ist es nicht getan. Darum handwerken die Vereinsmitglieder an dem Schiff, um kleinere Reparaturen selbst zu erledigen. Was aber nicht in jedem Fall ausreicht, wie Michael Lange sagt. „Wir sind der Meinung, dass mit der Bastelei Schluss sein sollte, und darum haben wir jetzt Fachleute rangelassen“, erklärt er. Experten in Kröslin haben die Kombüse komplett saniert. „Das war nicht billig, aber es ist Spezialistenarbeit“, ergänzt Eckhard Budy. Und so wie mit der Kombüse will es der Verein mit dem gesamten Schiff halten: vor der Saison wird alles bestmöglich saniert oder erneuert. Und Lange nennt auch den Grund: Das Schiff muss die ganze Saison durchhalten, schon wegen des engen Zeitplanes für die Törns sind längere Reparaturen in den Sommermonaten gar nicht drin.
Wenn die Saison dann fast abgeschlossen sein wird, dann wird die „Greif von Ueckermünde“ ein Teil des Programmes zum 20-jährigen Bestehen des Ueckermünder Zerums sein. Dort, an der Einrichtung am Kamigkrug, ist der Liegeplatz des Jugendseglers, und am 6. und 7. September sind Neugierige zu kurzen Fahrten mit der „Greif“ auf dem Haff eingeladen. Der Förderverein ist natürlich mit von der Partie und wird dann bestimmt auch gezielt auf Sponsorensuche gehen. Denn wie gesagt: so ein Schiff braucht viel Pflege und Wartung, und das ist nicht billig.
Wer dem Segler helfen will, muss aber nicht bis zum September warten, sondern kann auch jetzt schon spenden, und zwar auf das Konto des Fördervereins, Konto-Nummer: 3210012066, BLZ 15050400 bei der Sparkasse Uecker-Randow.