An Ministerpräsident Sellering:

Brandbrief von der Uni Greifswald

In der Diskussion um die Finanzen der Hochschulen verschärft sich der Ton.

Die Führung der Universität Greifswald hat in einem offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Hochschule für die Jahre 2014/2015 angemahnt. Sollte es bei der bisherigen Verweigerung der dringend notwendigen Ausfinanzierung bleiben, trage die Landesregierung die Verantwortung für einen deutlichen Rückgang der Qualität in der Lehre und einen Verlust von Studienplätzen für das Land, schreibt der Senat in dem am Dienstag veröffentlichten Brief. Damit verletzten Bildungsministerium und Landesregierung auch Zusagen, die das Land dem Bund im Rahmen des Hochschulpaktes gegeben habe.

Die Universität Greifswald rechnet für 2014 mit einem Mehrbedarf von 6,24 Millionen Euro und für 2015 mit 7,15 Millionen Euro. Nach Angaben der Hochschule könnten 77 junge Mitarbeiter in der Universität und der Universitätsmedizin in den kommenden Jahren nicht mehr beschäftigt werden. "Es geht hier um die Schwächsten im Wissenschaftssystem, die aber gleichzeitig die Leistungsträger nicht nur im Hochschulwesen sind", heißt es in dem Brief. Junge Nachwuchswissenschaftler prägten das Bild eines fröhlichen, bunten, gesunden und jungen Bundeslandes, mit dem seitens der Landesregierung gerne geworben werde.
 

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