Schneller und günstiger:

Greifswalder forschen an Simulation für Raketenantrieb

Für neuartige Raketensysteme mit Ionenantrieb entwickeln Greifswalder Physiker zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Simulationssoftware.

Damit könnten nach Ansicht der Wissenschaftler aufwendige und kostspielige Langzeittests von Ionenantrieben ersetzt werden – ähnlich wie es bereits für Windtunnel und Crashtests in der Automobilindustrie üblich sei.

Ionenantriebe arbeiten wie herkömmliche Raketenantriebe nach dem Rückstoßprinzip. Sie könnten aber die Raketen zu weitaus größeren Geschwindigkeiten beschleunigen, sagte Physiker und Projektleiter Prof. Dr. Ralf Schneider am Mittwoch von der Universität Greifswald.

Das Projekt werde durch das DLR über drei Jahre mit 800 000 Euro gefördert. An dem Grundlagenforschungsprojekt sind neben dem DLR und der Uni Greifswald Forscher aus dem Unternehmen Thales beteiligt. Ionentriebwerke würden bereits zur Steuerung von Satelliten außerhalb der Erdatmosphäre eingesetzt.