Technisches Problem überschattet Zukunftswerkstatt:

Ist die Greif für Greifswald zu schwer?

Wird die Greif jemals wieder fahren dürfen? Wenn das Sperrwerk fertig ist, darf die Greif nicht mehr auslaufen. Sie überschreitet die zulässige Durchfahrtstiefe mit 20 Zentimetern deutlich. Kritik gibt es auch vom Kapitän des Schiffes.

Schon seit 60 Jahren befindet sich in Wieck der Stammliegeplatz des Greifswalder Segelschulschiffes. Foto: Ulrike Rosenstädt
Ulrike Rosenstädt Schon seit 60 Jahren befindet sich in Wieck der Stammliegeplatz des Greifswalder Segelschulschiffes. Foto: Ulrike Rosenstädt

Ein einziges technisches Detail knallte in die Zukunftswerkstatt zum Segelschulschiff „Greif“ wie ein Donnerschlag: „Im Zusammenhang mit der Fertigstellung des Sperrwerkes in Wieck wurden wir jetzt darüber informiert, dass die Durchfahrtstiefe am neuen Sperrwerk 3,40 Meter beträgt – unser Segelschulschiff benötigt 3,60 Meter“, erzählt Klaus Schult, Betreiber des Schiffes. Das Greifswalder Schulschiff hat seit 60 Jahren im Wiecker Hafen seinen Liegeplatz und passiert genau so lange auch schon die Ausfahrt vom Ryck auf den Greifswalder Bodden.

„Die technischen Details unseres Schiffes mussten den Sperrwerk-Planern doch bekannt sein“, kritisierte Kapitän Wolfgang Fusch. Diese alles andere als kleine Differenz von 20 Zentimetern hat zur Folge, dass die ‚Greif‘ formell bei Normalwasserstand nicht ein- und auslaufen kann. Das bestätigte am Mittwoch Dirk Berger, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, das als Bundesbehörde für diese Fragen zuständig ist.

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