Brandstiftung vermutet:

Kuhstall in Flammen, Kühe in Sicherheit

Der Brand eines Baggers und später auch eines angrenzenden Kuhstalls hat in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr in Atem gehalten. 120 Kühe mussten evakuiert werden.

Der Bagger und der Kuhstall brannten vollständig ab.
Tilo Wallrodt Der Bagger und der Kuhstall brannten vollständig ab.

Ein Knall in der Nacht - und kurz darauf stand am frühen Donnerstagmorgen in Boltenhagen bei Greifswald ein ganzer Kuhstall in Flammen.  Anwohner riefen um 4:54 Uhr die Feuerwehr, nachdem sie auf dem Gelände einen Knall gehört und gesehen hatten, dass dort ein Bagger in Flammen aufgegangen war. Einen anwesenden Melker konnten die Anwohner rechtzeitig warnen, jedoch nicht mehr verhindern, dass das Feuer auch auf den Kuhstall übergriff.

Die Feuerwehr-Leitstelle beorderte nach und nach freiwillige Feuerwehrkräfte aus Dersekow, Groß Petershagen, Levenhagen, Süderholz, Hinrichshagen, Wackerow, Gützkow und auch die Berufsfeuerwehr Greifswald zum Brandort. Weil sich in dem Stall rund 120 Milchkühe befanden, evakuierten Mitarbeiter der Anlage und die Feuerwehrleute die Tiere auf nahegelegene Weideflächen. Dem ersten Augenschein nach seien die Tiere dabei sämtlich unverletzt geblieben, teilte die Polizei mit. Der ebenfalls noch in der Nacht zur Unfallstelle geeilte Amtstierarzt habe die genaue Untersuchung aller Tiere allerdings noch nicht abgeschlossen.

Die Löscharbeiten dauerten indessen bis zum Vormittag an. Wegen der langen Einsatzdauer kümmerten sich Kräfte der Greifswalder Feuerwehr um die Verpflegung der Feuerwehrleute. Nach dem Ende der Löscharbeiten haben Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen einen Brandursachenermittler eingesetzt, der den vollständig ausgebrannten Stall und den Bagger jetzt untersucht. "Eine Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen", heißt es in der Polizeimeldung.

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