Projekt KAW-Hallen am Bahnhof kurz vor der Umsetzung:

Nun sagen Greifswalder doch „Ja“ zum neuen Einkaufszentrum

Nun also doch: Nach monatelangen Diskussionen um ein geplantes Einkaufszentrum am Greifswalder Bahnhof hat die Bürgerschaft jetzt einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.

Investor Jürgen Sallier (links) und Planer Stephan Gosch sind jetzt optimistisch, dass das Einkaufszentrum auf dem Gelände der KAW-Hallen ab Sommer 2015 gebaut werden kann.
Ulrike Rosenstädt Investor Jürgen Sallier (links) und Planer Stephan Gosch sind jetzt optimistisch, dass das Einkaufszentrum auf dem Gelände der KAW-Hallen ab Sommer 2015 gebaut werden kann.

„Das ist ein ganz wichtiger Schritt für uns. Wenn in den nächsten vier Wochen keine größeren Einwände mehr kommen, können wir hoffentlich im Frühsommer mit den Bauarbeiten beginnen“, sagte Investor Jürgen Sallier. Der Mann, der in Lüneburg lebt und arbeitet und bereits in Levenhagen bei Greifswald ein Hotel gebaut hat und auch betreibt, wirkte während der entscheidenden Sitzung besonders angespannt. 

Verantwortliche finden Kompromiss

Vor allem mit der Bürgerinitiative (BI), die den Ausbau der KAW-Hallen am Bahnhof zunächst strikt abgelehnt hatte, kam Sallier gemeinsam mit Planer Stephan Gosch immer wieder zusammen. Plötzlich, nach zahlreichen hitzigen Diskussionen, gab es von der BI sogar versöhnliche Worte: „Danke auch an den Investor, der dazu beigetragen hat, dass wir uns auf einen Konsens einigen konnten“, sagte BI-Sprecher und Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion Erich von Malottki.

Der große Kompromiss beinhaltet weniger Verkaufsfläche und damit weniger Verkehrs- und Lärmbelästigung sowie die Zusage an die Organisatoren des jährlich stattfindenden Studentenfestivals, weiterhin Räumlichkeiten auf dem KAW-Hallen-Gelände nutzen zu können.

Neue Radstadtion zusätzlicher Pluspunkt

Mit der Idee, auf dem Gelände des Einkaufszentrums eine Radstation zu errichten, konnte Sallier zusätzlich punkten. Im Zuge der Umgestaltung der KAW-Hallen werden Radfahrer, die einkaufen oder Berufspendler, die zum Zug wollen, ihre Räder künftig überdacht und sicher abstellen können. 

Bis die Bürgerschaft nun die allerletzte Zustimmung zum Baustart gibt, müssen noch zahlreiche behördliche Fristen eingehalten werden. Etwa ab Mitte Januar soll der geänderte Bebauungsplan für das KAW-Gelände öffentlich ausliegen. Erst wenn alle Einwände bearbeitet sind, können Aufträge ausgeschrieben werden und erst dann die ersten Bauarbeiter anrücken. 

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