Nach Ruhestörung:

Polizei-Großaufgebot löst Veranstaltung auf

Da ist wohl etwas aus dem Ruder gelaufen: Die Polizei hat wegen fortgesetzter Ruhestörung in Greifswald eine Party mit 200 Teilnehmern beendet. Diese Aufgabe stellte die Beamten jedoch vor enorme Herausforderungen.

Die Polizei zog in Greifswald etliche Kräfte zusammen, was wegen der weiten Wege in Vorpommern einige Zeit dauerte.
C. Niemann / NK-Archiv (Motivbild) Die Polizei zog in Greifswald etliche Kräfte zusammen, was wegen der weiten Wege in Vorpommern einige Zeit dauerte.

Eine Party im "Haus für Kultur und Bildung" in der Stralsunder Straße in Greifswald ist in der Nacht zu Sonntag eskaliert: Weil sich die Veranstalter nach Polizeiangaben weigerten, die Musik leise zu drehen, nachdem sich Anwohner ab 20 Uhr wiederholt über Ruhestörungen beschwert hatten, entschied sich die Polizei gegen 0:45 Uhr, die Veranstaltung aufzulösen.

Beamte mussten aus Neubrandenburg nach Greifswald kommen

Weil die rund 150 bis 200 Teilnehmer den Anweisungen zur Beendigung der Veranstaltung aber nicht nachkamen, entschied sich die Polizei für einen Großeinsatz. Da nachts in Vorpommern allerdings nicht besonders viele Polizisten im Einsatz sind, mussten zunächst Polizeikräfte aus der gesamten Region für den Einsatz zusammengezogen werden.

Die Einsatzkräfte seien zum Teil von Neubrandenbug aus nach Greifswald gefahren, hieß es von der Polizei auf Nachfrage. Wie viele Beamten insgesamt zum Einsatz kamen, wollte die Polizei am Sonntag auf Nachfrage nicht sagen. Augenzeugen zählten in der Nacht rund 20 Polizeifahrzeuge, die in der Straße aufgefahren worden waren.

Darunter waren auch zwei Hundetransportfahrzeuge. Die Hunde seien allerdings nur zur Durchsetzung der Räumungsmaßnahme eingesetzt worden. Um Drogen oder Ähnliches sei es nicht gegangen, hieß es von der Polizei.

Nachdem die Beamten den Einsatz gegen 5:15 Uhr beendet hatten, fertigten sie gegen die Veranstalter eine Ordnungswidrigkeitenanzeige an. Wegen der Einsatzlage hätten in der gesamten Region sonstige Polizeieinsätze nicht oder nur verzögert stattfinden können, hieß es weiter.

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Kommentare (4)

Was hat man dort für eine Kultur und Bildung ? Versteht man dort nicht was die Ordnungshüter sagen? Es musste es erst wieder zum Großeinsatz der Polizei kommen. Komisch sie wollen doch immer die Guten sein.

Naja, dass die NPD (hab mal kurz ihren Namen gegoogelt) für eine andere (Un-)Kultur steht weiß man ja... Und Bildung und NPD sind ja auch Widersprüche in sich...

Interessant ist in Bezug auf die Veranstaltung die Sicht der Veranstalter, die ich in einem Greifswalder Blog las. Sie unterscheidet sich in einigen Punkten doch ein wenig vom hier geschriebenen. Aber das liegt wohl in der Natur der Sache. ;-)

Vielen vielen lieben Dank, liebe Polizeibeamten! Bitte greifen Sie häufiger und entschiedener durch! Diese ständigen Ruhestörungen in HGW gehen mir so sehr auf den Senkel!! Ständig wird man von irgendwo beschallt. Dafür werden fadenscheinige Gründe vorgeschoben. Zusammenleben ist in dieser Stadt kaum möglich, und ich werde genau aus diesem Grund so schnell wie möglich die Stadt verlassen. Die Menschen hier sind einfach ätzend was das angeht.