Aktion in der Brinkstraße:

Polizei räumt besetztes Haus

Auf dem Dach verschanzen sich mehrere Brinke-Aktivisten, Gerichtsvollzieher und Polizei fordern immer wieder zur Räumung des besetzten Hauses auf. Die Situation droht zu eskalieren.

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Ulrike Rosenstädt Das Haus in der Brinkstraße ist seit vielen Wochen besetzt. Dem Eigentümer schmeckt das nicht.

Die Polizei ist in der Brinke-Straße mit 60 Einsatzkräften vor Ort, die Fristen zur freiwilligen Räumung des Hauses sind verstrichen. Auf dem Dach des Hauses haben sich mehrere Brinke-Aktivisten verschanzt. Zwischen ihnen und der Polizei liegen mehrere Barrikaden, welche die Einsatzkräfte unter Einsatz von schwerem Geschütz beseitigen.

Die Polizei hat sich durch den Hinterhof Zugang zum Haus verschafft und setzt schweres Gerät zur Beseitigung der Barrikaden ein. Fünf Hausbesetzer wurden mitterweile aus dem Haus geführt und vernommen. Zwei weitere befinden sich noch im Haus - angekettet.  Zu Festnahmen ist es bisher nicht gekommen. Eine Spezialeinheit soll jetzt die restlichen drei Besetzer vom Dach des Hauses holen. Dafür setzt die Polizei zunächst Konfliktvermittler ein.

Seit sechs Wochen ist das Haus in der Brinkstraße 16-17 besetzt. Eine Gruppe junger Leute hatte sich nach einer friedlichen Demonstration durch die Greifswalder Innenstadt spontan in der oberen Etage des Anwesens verschanzt. Seitdem nennt sich die Gruppe Brinke-WG, die, gut und farbenfroh vermummt, der Öffentlichkeit immer mal wieder Rede und Antwort stand. So möchte die Brinke-WG möchte das 150 Jahre alte Haus erhalten und einen Stadtteiltreff darin organisieren. Der Eigentümer aber will an dieser Stelle ein Mehrfamilienhaus errichten.

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