Verletzt und agressiv:

Problem-Wildschwein hält Polizei in Atem

Die Greifswalder Polizei hat am Sonntag ein offenbar verletztes Wildschwein verfolgt: Das verstörte Tier drang mehrfach in Wohngebiete vor und musste schließlich erlegt werden.

Ein Keiler wie dieser hat am Sonntag die Greifswalder Polizei auf Trab gehalten. Das Tier war zuvor offenbar verletzt worden.
Uwe Zucchi / Archiv Ein Keiler wie dieser hat am Sonntag die Greifswalder Polizei auf Trab gehalten. Das Tier war zuvor offenbar verletzt worden.

Ein Wildschwein, dem es offenbar nicht gut ging, hat am Sonntag mehrere Greifswalder Anwohner in Unruhe verletzt und die Polizei sowie einen Jäger beschäftigt. Wie die Polizei am Abend mitteilte, war der Keiler zunächst am frühen Nachmittag im südlichen Ortsteil Groß Schönwalde gesichtet worden. Er habe sich dabei innerhalb des Wohngebiets aufgehalten und sei von den besorgten Anwohnern als agressiv beschrieben worden, hieß es von der Polizei.

In Groß Schönwalde verlor sich aber zunächst die Spur des Tieres, das einige Zeit später allerdings am Strandbad Eldena gesichtet worden sein soll. Dort konnte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei das Tier zwar nicht mehr auffinden, dafür ging es den Ordnungshütern und einem zwischenzeitlich dazugerufenen Jäger allerdings kurze Zeit später am Weißbuchenweg in Eldena ins Netz.

Der Jäger erlegte den verletzten Keiler dann "waidmännisch im Beisein der Polizei", hieß es von den Beamten weiter. Durch das Tier verursachte Schäden seien nicht bekannt geworden. Wildschweine werden zwar auch normalerweise bejagt, allerdings ist dies grundsätzlich nur außerhalb bewohnter Gebiete gestattet.