Überfahrt unmöglich:

Schiff beschädigt Klappbrücke und erleidet Mastbruch

Die bekannte Klappbrücke in Greifswald-Wieck bleibt vorerst dauerhaft offen: Ein Traditions-Segler hat die Holzbrücke gestern bei der Durchfahrt beschädigt.

Die Klappbrücke - hier ein Archivbild - muss nach einer Kollision mit einem Segelschiff vorerst geöffnet bleiben.
Gabriel Kords / Archiv Die Klappbrücke - hier ein Archivbild - muss nach einer Kollision mit einem Segelschiff vorerst geöffnet bleiben.

Schrecksekunde gestern Mittag im Hafen von Greifswald-Wieck. Beim Passieren der geöffneten Klappbrücke, die jeweils zur vollen Stunde geöffnet wird, kollidierte der Traditions-Segler "Lovis" mit der Brücke und beschädigte diese so sehr, dass sie nicht mehr geschlossen werden kann.

Auch das Schiff, dessen Rumpf 28,50 Meter lang ist, wurde schwer beschädigt: Beide Masten seien bei dem Unfall gebrochen, teilte die Wasserschutzpolizei Wolgast mit. Als Ursache für die Kollision vermutet die Polizei eine starke, nicht zu sehende Unterströmung, die das Schiff zur Seite drückte.

Die Brücke, an der ein Schaden von geschätzt 5000 Euro entstand, muss nun zunächst dauerhaft geöffnet bleiben und ist nicht passierbar. Zum Glück befindet sich wegen geplanter Wartungsarbeiten an der Brücke derzeit eine Behelfsbrücke für Fußgänger direkt neben dem Bauwerk, die am Sonntag kurzfristig in Betrieb genommen wurde. Insofern können Fußgänger weiterhin eine Brücke an derselben Stelle nutzen. Autos müssen aber einen weiten Weg über die Innenstadt in Kauf nehmen.