Streik auf Baustellen:

Seit 16 Jahren keine Lohnerhöhung

Seit langem müssen die Mitarbeiter von der Firma Tief- und Verkehrsbau Stralsund mit dem gleichen Lohn auskommen - bei steigenden Lebenshaltungskosten. Das macht wütend. Die Folge: Streik.

Die Arbeiter waren von fünf verschiedenen Baustellen gekommen, um am Mühlentor für bessere Löhne zu demonstrieren.
Ulrike Rosenstädt Die Arbeiter waren von fünf verschiedenen Baustellen gekommen, um am Mühlentor für bessere Löhne zu demonstrieren.

Mitarbeiter der Firma Tief- und Verkehrsbau Stralsund haben Montagmittag für kurze Zeit ihre Arbeiten auf fünf Baustellen in Greifswald niedergelegt. Zum Streik unter anderem am Greifswalder Mühlentor hatte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufgerufen.

IG BAU-Branchensekretär Georg Schroer findet es nicht tragbar, dass die Bauleute seit 16 Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten haben. "Das aktuelle Angebot der Geschäftsführung lautet, die Löhne ab Januar 2014 bis 2019 jährlich um 2,5 Prozent zu erhöhen. Das entspricht 27 Cent mehr pro Arbeitsstunde. Diese Zahl spricht für sich", sagte Georg Schroer. Der Stundenlohn der Bauarbeiter liegt derzeit bei 10,68 Euro. Schroer will bei den aktuellen Verhandlungen, die diesen Donnerstag in die nächste Runde gehen, nicht lockerlassen: "Wir wollen wieder eine Angleichung an den Tariflohn erreichen. Es kann nicht sein, dass die Männer derzeit weniger als den Durchschnittslohn in Mecklenburg-Vorpommern erhalten, der liegt bei 12,09 Euro", sagte Schroer. Die Gewerkschaft fordert von Tief- und Verkehrsbau Stralsund einen Haustarifvertrag.

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