Gerüchte über Schließungen nach dem 31. Mai:

Sparkasse: Wackeln die Filialen Loitz und Jarmen?

Das neue Jahr wird für die Sparkassen-Kunden in den Amtsbereichen Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz einige Veränderungen mit sich bringen, denn beide wechseln zum vorpommerschen Zweig des kommunalen Geldinstitutes. Bringt das die zwei Filialen in Gefahr?

Fusion lässt Schließungsgerüchte aufkommen: Gehen in der Filiale Jarmen bald die Lichter aus, wenn die Sparkasse Vorpommern 2015 das Ruder übernimmt?
Stefan Hoeft Fusion lässt Schließungsgerüchte aufkommen: Gehen in der Filiale Jarmen bald die Lichter aus, wenn die Sparkasse Vorpommern 2015 das Ruder übernimmt?

Dass die Sparkassen trotz aller Konzentrationsprozesse und Schließungen während der vergangenen Jahre den Abbau von weiteren Geschäftsstellen prüfen, ist ein offenes Geheimnis. Und dabei insbesondere eben Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die nach wie vor zu jenen gehören, die auch im flachen Land wie Vorpommern die Stellung halten. Kein Wunder also, dass sich Kommunalpolitiker und Kunden Gedanken machen und Befürchtungen auftauchen, wenn wie jetzt, die Amtsbereiche Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz unter neue Fittiche geraten.

Gehörten sie bisher zum Einzugsbereich der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, so trägt das kommunale Finanzhaus nun der Kreisgebietsreform von 2011 Rechnung und übergibt die dortigen Filialen, deren Mitarbeiter und Technik an ihr Schwesterunternehmen, der Sparkasse Vorpommern. Der Stichtag dafür ist der 31. Mai 2015 und für Angestellte sowie Kunden soll sich vom Prinzip her nichts ändern. Doch schon im Vorfeld der Debatte um den Wechsel machten immer wieder Gerüchte die Runde, die Geschäftsstellen in den Peenestädten könnten danach dichtgemacht werden. Insbesondere Jarmen, weil mit Gützkow auf der anderen Flussseite bereits eine Filiale der Vorpommern-Sparkasse existiert.

Doch nachdem bereits der Neubrandenburger Vorstand immer wieder betont hatte, dass ihm seine Filialen in Loitz und Jarmen lieb und teuer sind und keinerlei Schlussstrich-Gedanken herrschen, schließen sich die künftigen Hausherren dem an – zumindest momentan. Schließungen spielten bei den Überlegungen hinsichtlich der Übernahme der zwei Amtsbereiche keine Rolle, stellte Pressesprecherin Kati Ambrosat von der Sparkasse Vorpommern klar. Und wies damit anderslautende Vermutungen aus Jarmen entschieden zurück.

Anlegerverhalten ändert sich rapide

In Loitz dürfte sich die „Konkurrenzsituation“ mit dem Wechsel sogar entspannen, denn künftig gehört die bisher nächste Sparkassen-Filiale – Demmin – ja zu einem völlig anderen Bereich. Und Greifswald gilt für viele Stammkunden aus dem Peenetal-Amt als kompliziert zu erreichen, Jarmen und Gützkow indes wirken auf die Leute sogar eher fremd. Rahmenbedingungen, die Bürgermeister und Verwaltungsleiter Michael Sack genau registriert. Denn ihm ist durchaus bewusst, dass Diskussionen um weitere Einsparmöglichkeiten nicht ausbleiben werden. Immerhin verändere sich das Anlegerverhalten teils rapide, die jüngeren Generationen widmeten sich überdies mehr den Online-Möglichkeiten im Geldgeschäft. Doch weder Sparkasse noch Volksbank könnten es sich momentan wohl leisten, ihren persönlichen Service vor Ort in Loitz einzustellen. „Ich hoffe, dass wir die Banken noch lange hier haben werden.“

Ähnlich sieht es sein Amtskollege Karp, der ausdrücklich davor warnt, in absehbarer Zeit den Rotstift an dieser Stelle anzusetzen. Schließlich sei gerade die ältere Generation die treueste Kundschaft. Und die fahre zwar aus dem Amtsbereich durchaus häufiger nach Jarmen für ihre Erledigungen, alles darüber hinaus schrecke viele Senioren aber ab, insbesondere das deutlich größere Greifswald. Und ob sich wirklich bei allen das Internet durchsetzt, wagt er zu bezweifeln.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung