Haben die alle keinen Besitzer?:

Stadt lässt herrenlose Räder abtransportieren

Der Greifswalder Bahnhofsvorplatz soll in den nächsten Monaten endlich saniert werden. Dafür müssen allerdings dutzende Fahrräder verschwinden, die dort geparkt wurden. Weil die aber offenbar niemandem gehören, lässt die Stadt sie jetzt fortbringen.

Die Fahrräder vom Greifswalder Bahnhofsvorplatz können ab Mittwoch beim städtischen Bauhof abgeholt werden.
Jockel Schmidt/ Fleischervorstadtblog Die Fahrräder vom Greifswalder Bahnhofsvorplatz können ab Mittwoch beim städtischen Bauhof abgeholt werden.

Nach dem neuen Busbahnhof folgt in Greifswald jetzt auch der Bahnhofsvorplatz: Seit vergangener Woche ist der Platz für den Verkehr gesperrt. Doch innerhalb der Sperrbaken stehen noch dutzende Räder, die offenbar niemandem gehören.

Die Stadt hatte den Besitzern der dort abgestellten Fahrräder bis zum 2. Januar 2014 Zeit gegeben, die Räder abzuholen. Nun greifen die Bauherren zu drastischeren Maßnahmen: „Um den geplanten Bauablauf nicht zu behindern ist es erforderlich, die Fahrräder umgehend, spätestens aber bis zum kommenden Dienstag, von der Baustelle zu entfernen“, sagt Bausenator Jörg Hochheim. „Fahrräder, die sich am 7. Januar noch dort befinden, werden zum Bauhof in der Gützkower Landstraße 70 transportiert. Hier können sich die Eigentümer die Fahrräder montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags in der Zeit von 7 bis 13 Uhr abholen.“

Tor zur Stadt soll repräsentativer werden

Nach dem Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs und dem Rückbau des alten Geländes saniert die Stadt nun den Platz vor dem Bahnhofsgebäude. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten fertig werden. Die Stadt investiert rund eine Million Euro, finanziert über Städtebaufördermittel.

„Der Bahnhof ist ein wichtiger Stadteingang. Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist deshalb ein nächster Schritt, um die Stadt für die Greifswalder und ihre Gäste attraktiver zu machen“, sagte Bausenator Hochheim. „Eine freundliche Gestaltung gehört hier ebenso dazu wie weitere Serviceangebote für Bus- und Fahrradfahrer. Dank zahlreicher neuer Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und die enge Anbindung an den ZOB schaffen wir beste Bedingungen für die Nutzer von Bus, Bahn und Rad. Vielleicht kann die Stadt so noch mehr Menschen motivieren, auf den umweltfreundlichen Personennahverkehr umzusteigen.“

Das gesamte Areal soll analog zum neuen Busbahnhof im Wechsel mit sandstein- und anthrazitfarbenen Betonsteinen gepflastert werden. Unter 25 neu gepflanzten Bäumen werden insgesamt 152 Metallbügel für Fahrräder integriert. Der umgestaltete Platz ist dann künftig nur noch Taxen vorbehalten, darüber hinaus gibt es drei Behindertenparkplätze. Kurzzeitparker können entlang der Bahnhofstraße halten, für einen längeren Aufenthalt steht der Parkplatz entlang der Osnabrücker Straße zur Verfügung.

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