Dreister geht es kaum:

Unglaubliche Fahrerflucht auf A20

Zuerst verursacht ein Autofahrer einen Massencrash, dann haut er mit dem Wagen des Ersthelfers ab - und ist nicht mehr zu finden.

Da Polizei suchte am Montagabend fieberhaft nach dem Fluchtauto. Vergeblich.              
Roland Weihrauch Da Polizei suchte am Montagabend fieberhaft nach dem Fluchtauto. Vergeblich.  

Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten: Erst einen Massencrash bauen und dann auch noch das Auto der Helfer klauen! Das haben am Montagabend die Insassen eines schwedischen Pkw fertig gebracht, nachdem sie zwischen Greifswald und Gützkow von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben gelandet waren.

Ein 43-Jähriger Berliner, der den Unfall bemerkte, bremste sein Auto an der Unfallstelle ab. Ein hinter ihm fahrender 63-jähriger Autofahrer aus Polen bemerkte das aber zu spät, sodass er auf das Berliner Auto knallte. Das wiederum schleuderte gegen den schwedischen Wagen. Sowohl der Berliner als auch der Pole wurden schwer verletzt. Zum Glück befanden sich in dem schwedischen Wagen keine Menschen mehr. Doch wo waren sie? Die Unfallverursacher waren zum Auto eines Ersthelfers gerannt, der gerade angehalten hatte, um die beiden Schwerverletzten zu versorgen, und rasten damit in Richtung Lübeck von dannen.

Trotz Fahndung gelang es der Poliziei nicht, das Auto und die Schurken zu erwischen. Die A 20 musste in Fahrtrichtung Lübeck für drei Stunden voll gesperrt werden. Die Polizei schätzte am Dienstag den Sachschaden auf 13000 Euro. Das geklaute Auto hat einen Wert von 15000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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