Auf offener Straße:

Vermummte schüchtern Greifswalder ein

15 bis 20 teils vermummte Personen sollen Anwohner einer Straße belästigt haben. Die Vermummten forderten mit Schlagstöcken bewaffnet die Bewohner auf, aus dem Haus zu kommen.

In Greifswald haben in der Nacht zu Donnerstag Vermummte Anwohner der Grimmer Straße eingeschüchtert.
Jan Woitas In Greifswald haben in der Nacht zu Donnerstag Vermummte Anwohner der Grimmer Straße eingeschüchtert.

Gruselige Ruhestörung in der Grimmer Straße in Greifswald. Anwohner riefen in der Nacht zu Donnerstag die Polizei um Hilfe, weil vor ihrem Haus nach eigenen Angaben 15 bis 20 teils vermummte Personen gestanden haben sollen. Sie seien mit Stöcken bewaffnet gewesen und forderten die Hausbewohner auf, heraus zu kommen. Außerdem sollen die Vermummten eine Haustür zerstört haben. Dann war der Spuk vorbei, die 15 bis 20 Personen rasten in drei Kleintransportern davon. Nach Angaben der Anwohner soll es sich dabei um Rechtsradikale handeln.

Die Beamten mehrerer Funkstreifenwagen konnten vor Ort und in der näheren Umgebung nichts feststellen. In der weiträumigen Fahndung hielten sie mehrere Fahrzeuge an. In wie weit die Autofahrer für die angezeigten Straftaten als Tatverdächtige in Frage kommen, werden die weiteren Ermittlungen des polizeilichen Staatschutz der Kriminalpolizeiinspektion in Anklam zeigen.

Erinnert an Überfall im Stadtzentrum

Bereits im Mai hatte ein Überfall auf offener Straße die Greifswalder schockiert: Damals fuhren 15 bis 20 Rocker mit schweren Motorrädern auf einer belebten Kreuzung im Greifswalder Zentrum vor und schlugen am hellichten Tag mit Baseballschlägern auf mehrere Personen ein. Als die Polizei eintraf, waren die Täter verschwunden.

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