Schon jetzt wird gewählt:

Zum Wählen in den Keller - den Rathauskeller

Politikverdrossenheit sieht wohl anders aus. Über tausend Greifswalder nutzten bereits die Chance zur Briefwahl. 400 kamen persönlich in den Rathauskeller, um ihre Wunschkandidaten anzukreuzen.

Greifswalds Wahlleiter Volker Niemann und Mitarbeiterin Eveline Janzen bereiten die Materialien für die einzelnen Wahllokale in der Stadt vor. Diesmal sind es 35 Lokale, die ausgestattet werden müssen. Foto: Ulrike Rosenstädt
Greifswalds Wahlleiter Volker Niemann und Mitarbeiterin Eveline Janzen bereiten die Materialien für die einzelnen Wahllokale in der Stadt vor. Diesmal sind es 35 Lokale, die ausgestattet werden müssen. Foto: Ulrike Rosenstädt

Zum Wählen in den Keller. Schmunzeln erlaubt, denn schließlich lässt dieses Bild tief blicken. Doch die Greifswalder scheint dieser Ort gar nicht abzuschrecken – ganz im Gegenteil. Nachdem das Briefwahllokal im Kellergeschoss des Rathauses am Markt geöffnet hatte, kamen schon an den ersten Tagen über 400 Frauen und Männer, um ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. Den postalischen Weg nutzten inzwischen über 1000 Hansestädter. Wer nutzt die Möglichkeit zur Briefwahl und warum? Gründe müssen nicht angegeben werden. Die Mitarbeiter der Verwaltung erfahren nur dann Genaueres, wenn die Greifswalder mit ihnen das persönliche Gespräch suchen. Die meisten, die zur Briefwahl kommen, sind am 22. September verreist. Oder sie weilen bereits im Ausland und wollen mit den Unterlagen aus der Heimat versorgt werden.  Schon vor 9 Uhr bildet sich derzeit am Eingang zum Rathauskeller eine Schlange.

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