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Hansa-Coach: Siegen oder fliegen?

Von unserem MitarbeiterHans PuckmannRostock stehtmorgen in der 3. Liga gegen Arminia Bielefeld unter Druck. Für Trainer Marc Fascher könnte es unangenehm ...

Sein Stuhl wackelt bei Hansa Rostock bedenklich: Erfolglos-Trainer Marc Fascher. [KT_CREDIT] FOTO: Andi Bünning

Von unserem Mitarbeiter
Hans Puckmann

Rostock steht
morgen in der 3. Liga gegen Arminia Bielefeld unter Druck. Für Trainer Marc Fascher könnte es unangenehm werden.

Rostock.Am 6. Oktober 2012 war die Fußball-Welt bei Drittligist Hansa Rostock noch in Ordnung. Durch einen Treffer von Ondrej Smetana feierten die Rostocker einen 1:0-Erfolg beim DSC Arminia Bielefeld und damit den dritten Auswärtssieg in Serie. Danach allerdings wollte den Hanseaten in fremden Gefilden kaum noch etwas gelingen, lediglich in Dortmund und Erfurt wurde noch unentschieden gespielt, bevor in den bislang fünf absolvierten Auswärtsspielen der zweiten Halbserie kein einziger Punktgewinn mehr eingefahren werden konnte.
Auf den Tag genau sechs Monate nach dem 1:0-Auswärtssieg auf der Bielefelder Alm empfängt der FC Hansa morgen um 14 Uhr die Ostwestfalen nun zum Rückspiel in der Rostocker DKB-Arena. Sieben Spieltage vor dem Saisonende belegt Arminia Bielefeld (61 Punkte) hinter dem Karlsruher SC (63) den zweiten Tabellenplatz, spürt die Lokalrivalen VfL Osnabrück (60) und Preußen Münster (58) sowie den Tabellenfünften 1. FC Heidenheim (56) allerdings im Nacken und darf sich im Aufstiegskampf nicht mehr viele Ausrutscher erlauben. Zwar sind die Arminen elf Mal in Folge ungeschlagen, ließen mit den Unentschieden gegen die Abstiegskandidaten Stuttgarter Kickers (1:1) und Darmstadt 98 (0:0) wertvolle Punkte liegen. Bei Hansa schrillen mittlerweile die Alarmglocken. Auch Trainer Marc Fascher soll längst nicht mehr aus der Schusslinie sein. Insider berichten davon, dass das Spiel gegen Arminia über das Schicksal des Fußballlehrers entscheiden könnte. Siegen oder fliegen – an der Küste wehrt ein scharfer Wind.
Die Ausbeute der Hanseaten in der DKB-Arena kann man indes aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Zum Einen blieb man zuletzt dreimal in Folge ohne Gegentreffer, zum Anderen wurde in den vergangenen sieben Heimspielen nur ein einziger Hansa-Treffer erzielt. Und Mittelfeldspieler Ken Leemans, der vor genau einem Monat den 1:0-Siegtreffer über Wacker Burghausen erzielte, muss nun gegen Arminia ebenso zuschauen wie Ondrej Smetana, der Siegtorschütze vom Hinspiel in Bielefeld. Zudem wiegt der Ausfall von Kapitän Sebastian Pelzer, der nach dem doppelten Bruch des rechten Zehs mehrere Wochen zuschauen muss, schwer.
Ohne diese drei Leitwölfe dürfte es sehr schwierig werden für die Hanseaten, doch Trainer Marc Fascher baut auf eine geschlossene Mannschaftsleistung: „Wenn jeder Akteur für sich ein gutes Spiel macht, können wir es als Team schaffen. Extreme Situationen können auch extrem zusammenschweißen – die Mannschaft muss es richten.“ Und er fügt an: „Unsere Chance ist ungefähr so groß wie die eines Schneeballs im Ofen. Aber die Mannschaft hat den Hebel für den Ofen in der Hand und muss ihn ausschalten. Wenn alles normal läuft, verlieren wir – alles andere wäre eine Überraschung. Aber ich liebe Überraschungen!“ Für Facher könnte es eventuell eine böse Überraschung werden.