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Haschisch ab sechs Gramm strafbar

Schwerin.Mecklenburg-Vorpommern will bei den sogenannten weichen Drogen hart bleiben: Wer mit mehr als sechs Gramm Cannabis erwischt wird, muss mit ...

Schwerin.Mecklenburg-Vorpommern will bei den sogenannten weichen Drogen hart bleiben: Wer mit mehr als sechs Gramm Cannabis erwischt wird, muss mit Strafverfolgung rechnen. Damit gehört der Nordosten bisher zu den Bundesländern mit einer besonders strengen Toleranzgrenze für den grundsätzlich verbotenen Besitz des Rauschgiftes. Justizministerin Uta-Maria Kuder und Innenminister Lorenz Caffier (beide CDU) wollen das auch so beibehalten, wie sie übereinstimmend mitteilten.
Derzeit wird in Deutschland über eine Harmonisierung der von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlichen Grenzwerte debattiert. In Berlin beträgt der Wert 15 Gramm. Eine Erhöhung des bisher in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Wertes sei strikt abzulehnen, sagte Caffier. Die physischen und psychischen Folgen des Cannabis-Konsums würden vor allem von Jugendlichen unterschätzt. Er betonte, dass die Polizei bei jedem Cannabis-Fund – auch wenn es sich um weniger als sechs Gramm handelt – zu ermitteln habe. Über den Ausgang des Verfahrens entschieden dann Staatsanwaltschaft und Gericht.
Kuder betonte, dass bei Werten unterhalb der Toleranzgrenze die Gerichte lediglich prüfen, ob eine Straffreiheit in Betracht kommt. Auch die Justizministerin sprach sich für eine Beibehaltung des Wertes aus.