Orchideen:

Cymbidien - die Diven auf der Fensterbank

Orchideen sind besonders beliebte Topfpflanzen. Aber eine einstmals sehr gefragte Gattung ist etwas in Vergessenheit geraten.

Cymbidien waren vor 30 Jahren beliebt. Foto: H. hollemann
Holger Hollemann Cymbidien waren vor 30 Jahren beliebt. Foto: H. hollemann

In den Wintermonaten recken sich die prachtvollen Blütenrispen der Cymbidie aus den dichten, grünen Blattbüscheln. An den kräftigen Stielen, die je nach Sorte leicht gebogen sind oder elegant überhängen, sitzen bis zu zwölf Zentimeter große Blüten. Ihr Farbenspektrum reicht von Weiß und zartem Rosa bis zu Rot und Braun. Auch gelbe und grünliche Blüten findet man. Manche Sorte verbreitet einen angenehmen Duft.

„Cymbidien tragen den Charme der 70er und 80er Jahre“, erläutert der Orchideenzüchter Jörg Frehsonke aus Neukirchen-Vlyun (Nordrhein-Westfalen). Diese Gattung war als Zimmerpflanze gefragt – und auch als Schnittblume, denn sie hält in der Vase drei Wochen.

Cymbidien gedeihen am besten an einem eher kühlen Standort. Vor allem nachts ist es wichtig, dass die Temperatur abgesenkt wird. Diese Bedingungen finden die Pflanzen heute in den gut isolierten und gut geheizten Häusern nicht mehr so oft vor. Ideal sind die großen Orchideen aber für kühle Wintergärten, wo sie einen bezaubernden Blickfang bilden.

Anders als viele Orchideen wachsen Cymbidien terrestrisch – sie wurzeln im Boden. Als Substrat hat sich ein nährstoffarmes Produkt bewährt, das Feuchtigkeit speichert und gut durchlüftet ist. Während die frühen Sorten im September mit der Blüte beginnen, setzt die Blüte der späten Sorten erst zum Ende des Winters ein. „Nach der Blüte beginnt das Wachstum“, erläutert Frehsonke. Dann ist es Zeit, die Grundtemperatur im Raum zu erhöhen und die Pflanzen regelmäßig zu gießen. Es wird mehr gedüngt – im Vergleich zu vielen anderen Orchideen haben Cymbidien einen hohen Nährstoffbedarf. Wöchentlich gibt man etwas Dünger ins Gießwasser. Heizungsluft sollten sie nicht direkt abbekommen. Trockene Luft fördert den Befall mit Schädlingen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung