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Der Biogarten im November

Auch wenn es draußen kälter wird und der Sturm um die Ecke pustet, im Garten gibt es immer noch etwas zu tun.

Im Kräutergarten:

-Von allen wintergrünen Kräutern, wie Thymian, Tripmadam und Winterbohnenkraut, lassen sich auch in der kalten Jahreszeit immer einige Blätter zupfen.

-Meerrettich für den Wintervorrat ausgraben; die Wurzeln im Haus in feuchtem Sand einlagern.

Im Naturgarten:

-Samenstände von Stauden und einjährigen Pflanzen bis zum Frühjahr stehen lassen; die Früchte dienen als Vogelfutter, unter dem abgestorbenen Laub überwintern nützliche Insekten.

-Viele Insekten, aber auch höhlenbrütende Vögel, übernachten im Winter gerne in Nistkästen; deshalb diese über Winter hängen lassen bzw. neue an windabgewandter Stelle anbringen.

-Haufen aus Reisig und Laub an geschützter Stelle als Winterschlafplatz für Igel und Unterschlupf für Spitzmäuse und viele Insekten errichten.

Im Obst- und Gemüsegarten:

-Obstgehölze auf Fruchtmumien kontrollieren und diese aus dem Gartenbereich entfernen.

-Wurde nach Messung des Bodensäurewertes mit Messstäbchen eine Unterversorgung festgestellt, jetzt die Beete leicht aufkalken.

-Chicoreewurzeln in feuchtem Sand einlagern; einige werden ständig in einem Eimer mit feuchter Erde zum Treiben angesetzt.

-Chinakohl, Weißkohl, Spitzkohl und Rotkohl vor den ersten Frösten entweder mit Folie schützen oder ernten und kühl lagern.

-Wasserschläuche entleeren und ins Haus holen, Wasserleitungen abstellen und Wasser auslaufen lassen; Regenwassertonnen, soweit ihr Inhalt nicht zum Gießen der Zimmerpflanzen benötigt wird, ausleeren und umdrehen.

-Sich im Freien befindenden Feldsalat und Spinat mit Reisig schützen; Grünkohl, Pastinaken, Porree und Schwarzwurzeln sind frostfest. Bei Wurzelgemüse lohnt sich eine Abdeckung aus Laub, um es auch bei Frost ausgraben zu können.

-Frühbeetkasten mit Laub füllen und dick eindecken, um ein Durchfrieren des Bodens zu verhindern.

-Gemüsebeete, in die keine Gründüngung mehr eingesät wurde, mit Laub, Stroh oder altem Mist abdecken.

Im Ziergarten:

-Solange der Boden nicht gefroren ist, lassen sich noch sommergrüne Gehölze pflanzen; Pflanzloch anschließend gut wässern.

-Dahlien, Knollenbegonien u.a. vorsichtig ausgraben und an frostfreiem Ort überwintern.

-Kübelpflanzen, wie Engelstrompeten, und Balkonpflanzen, wie Geranien und Fuchsien, vor den ersten Frösten ins Haus holen; den Oleander erst bei Temperaturen unter vier Grad Celsius in einen hellen und kühlen Raum stellen.

-Immergrüne in Balkonkästen bei frostfreien Perioden gießen und empfindliche Vertreter mit Reisig vor Verdunstung und Frost schützen.

-Herbstlaub vom Rasen abharken und zum Mulchen oder Kompostieren verwenden.

-Vorgezogene zweijährige Blumenpflanzen, wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Bartnelken und Tausendschön, an ihren vorgesehenen Platz setzen.

-Rosen zurückschneiden und als Schutz vor Frostschäden gut mit altem Mist, Laub oder Kompost anhäufeln.