Der Hausbaum muss zum Grundstück passen:

Der richtige Baum für kleine Gärten

Ein Hausbaum gehört in jeden Garten. Allerdings fragen sich viele Gartenbesitzer, ob das Pflanzen eines Baumes bei einer geringen Gartengröße überhaupt möglich ist. Gärtnerin Michaela Ihrke sagt ja und gibt gleich ein paar Tipps, welche infrage kommen.  

Beim Zurückschneiden nicht zu zaghaft sein, sagt Michaela Ihrke und zeigt wo sie an der Harlekinweide die Schere ansetzen würde.
Beim Zurückschneiden nicht zu zaghaft sein, sagt Michaela Ihrke und zeigt wo sie an der Harlekinweide die Schere ansetzen würde.

„Der Vorgarten ist die Visitenkarte des Hauses“, davon ist Manuela Ihrke überzeugt. Außerdem meint sie, dass in jeden Garten ein Hausbaum gehört. Er ist ein wichtiges Gestaltungselement, verleiht dem Garten Raum und Höhe, spendet an sonnigen Tagen Schatten, verbessert das Klima und bietet Vögeln Schutz und Nahrung. Das wissen auch viele Haus- und Gartenbesitzer. Doch beim Spaziergang durch so manches Wohngebiet ist immer wieder zu sehen, dass dort Bäume wachsen, die die Dimension ihres Gartens längst gesprengt haben. Damit das nicht passiert, rät die Gärtnerin kleine Exemplare zu wählen. Von fast jeder Baumart gibt es veredelte Sorten, die nicht in die Höhe schießen. „Durch die sogenannte Kopfveredlung wird der Wuchs beeinflusst. Der Stamm wird nicht größer, er wird nur stärker, aber die Krone wächst“, erklärt die Gärtnerin, die seit 27 Jahren im Beruf arbeitet und die Entwicklung auf diesem Gebiet aufmerksam beobachtet.

Inzwischen gebe es so viele Arten, dass bei der Auswahl ganz persönliche Wünsche berücksichtigt werden können, sagt sie und fügt hinzu, dass in ihrem Baumschulcenter 500 Laubbäume vorrätig seien. Ob ein Baum mit schönen Blüten, dekorativem Laub oder essbaren Früchten – alles sei machbar. Ein attraktiver Hausbaum ist der Kugel-Trompetenbaum. Der Duft seiner großen Blätter soll im Sommer Mücken verscheuchen. Beliebt ist auch die Kugel-Akazie, deren Krone fast von allein zu einer schönen runden Form heranwächst. Wer sich in eine Eiche oder Buche verliebt hat, wird ebenfalls fündig. Und auch von Sträuchern wie Buchsbaum, Stechpalme und Rhododendron gibt es schöne Formhölzer, die auf einem Stamm wachsen.

Immer schön beschneiden

Manche Sorten wie der Kugel-Ahorn oder der Fächer-Ahorn wachsen am schönsten ohne jegliche Schnittmaßnahmen, andere wie die Harlekinweide oder die Kugel-Rubinie sollten regelmäßig in Form geschnitten werden, erklärt die Fachfrau. „Beim Zurückschneiden nicht zögerlich sein“, rät sie. Durch den Schnitt könne man nicht viel kaputt machen. Im Gegenteil: Die Baumkrone werde stärker, je mehr man sie schneidet.

Doch nicht jeder Baum passt in jeden Garten oder zu jedem Haus. So würde Manuela Ihrke niemals einen japanischen Bonsai vor einen alten Klinkerbau setzen. „Der passt zu neuen, modernen Häusern mit viel Glas“, weiß sie aus Erfahrung. Vor ein gelb oder beige verputztes Haus würde sie ein rotlaubiges Bäumchen pflanzen.

Für welchen Baum man sich entscheidet, hängt auch vom Standort ab. Er muss so gewählt werden, dass der Baum genügend Raum zum Entfalten hat. Containerware, wie sie im Demminer Baumschulcenter angeboten wird und die zum größten Teil aus der Gielower Baumschule kommt, kann bei offenem Wetter das ganze Jahr über gepflanzt werden. Wichtig ist, dass das Pflanzloch doppelt so groß ist, wie der Topf, damit die Wurzeln weiterwachsen können. Und immer schön angießen.  

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