Geld sparen:

Der Stromfresser muss aus der Heizung raus

Eine Umwälzpumpe treibt das Wasser in der Heizung an. Dank ihr fließt es durch die Rohre und in die Heizkörper im Zimmer. Die Pumpe ist also das A und O einer Heizung – verursacht aber auch hohe Stromkosten. Der Austausch alter Modelle lohnt sich daher.

Eine Umwälzpumpe treibt das Wasser im Heizungssystem an. Da sie mit Strom läuft, ist sie ein Kostenfaktor.
Andrea Warnecke Eine Umwälzpumpe treibt das Wasser im Heizungssystem an. Da sie mit Strom läuft, ist sie ein Kostenfaktor.

Wenn es ums Energiesparen geht, denken viele Hausbesitzer in erster Linie an die Heizung und suchen nach Wegen, Gas, Öl und Co. zu reduzieren. Dass bei vielen Heizungen Strom eingespart werden kann, hat nicht jeder Verbraucher auf der Agenda. Kein Wunder: Der Stromfresser jeder Zentralheizung, die Umwälzpumpe, arbeitet fast geräuschlos und ist meist unsichtbar im Keller verborgen. Sie hält den Heizkreislauf in Schwung, transportiert das im Kessel erwärmte Wasser in die Heizkörper und von dort wieder zurück, sobald es abgekühlt ist.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Industrie die Leistungsfähigkeit der Motoren enorm gesteigert, die Regelungstechnik immer weiter automatisiert. Entsprechend groß sind die Unterschiede in der Effizienz heutiger und veralteter Umwälzpumpen. Hier lässt sich einiges sparen.

400 Kilowattstunden Strom verbraucht eine alte Umwälzpumpe

In manchen Altbauten gibt es noch ungeregelte Umwälzpumpen. Sie sind dauerhaft auf eine einzige Leistungsstufe eingestellt und noch dazu oft überdimensioniert, da die Planer Reserven einberechnet haben. Die Folge ist: In der kalten Jahreszeit pumpt das Gerät rund um die Uhr, 5000 bis 6000 Betriebsstunden lang. „Dabei kann die Umwälzpumpe durchaus 400 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen – das entspricht fünf bis zehn Prozent des Gesamtstromverbrauches in einem Einfamilienhaus“, sagt Hans Weinreuter, Energiereferent bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. Ob die Wärme tatsächlich benötigt wird, kann die Dauerläuferin nicht berücksichtigen.

Bei der nächsten Generation der Umwälzpumpen lassen sich Drehzahl und Leistung des Motors manuell in mehreren Stufen regeln. Mit einem dreistufigen Modell könne sich die Strommenge unter Umständen bereits halbieren, erklärt Energiereferent Weinreuter. In Neubauten sind heute Hocheffizienzpumpen Standard. „Sie arbeiten mit speziellen EC-Motoren und verfügen zudem über eine Differenzdruck-Regelung“, erläutert Safner. Damit können die Geräte vollautomatisch feststellen, wie hoch der Widerstand im Heizkreislauf ist. Wird weniger Wärme gebraucht, verringern sie die Leistung. „Mit einer Hocheffizienzpumpe liegt der Stromverbrauch nur noch bei 50 bis 60 Kilowattstunden im Jahr“, sagt Weinreuter.

Bei einer mehrstufigen Pumpe kann laut Weinreuter ein Schritt zur Effizienzsteigerung sein, am Drehschalter einfach mal auszuprobieren, ob die niedrigere Stufe ausreicht, um das Haus zu erwärmen. In den meisten Fällen lohnt sich jedoch bei betagten Umwälzpumpen jedweder Bauart der Austausch gegen eine Hocheffizienzpumpe – es sei denn, in naher Zukunft ist eine komplette Heizungserneuerung geplant.