Bäume unserer Heimat:

Die Blütenkönigin und ihr giftiger Kern

Anlässlich des Tag des Baumes am 25. April stellen wir jede Woche einen in unserer Region heimischen Baum vor. 

Die Vogel-Kirsche ist die Mutter aller Kirschbäme. Im April reiht sich an den Ästen Blüte an Blüte.
Uwe Kunze/pixelio.de Die Vogel-Kirsche ist die Mutter aller Kirschbäme. Im April reiht sich an den Ästen Blüte an Blüte.

Die Vogel-Kirsche ist die wilde Version der am Mittelmeer gezüchteten Süßkirsche, die beinahe jeder im Garten hat. Die Blätter sind oval, zugespitzt, gezahnt und haben am Blattgrund auffällige rote Nektardrüsen.

Der Baum wird bis zu 30 Meter hoch und ist leicht an seiner Rinde zu erkennen, die im Alter deutlich geringelt ist. Ein einziger Baum bildet bis zu eine Million Blüten, wie die Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung erklärt.

Aus den prachtvollen weißen Blüten werden später Kirschen, deren Fruchtfleisch sozusagen eine Belohnung für kleine Vögel ist, die den Samen verbreiten und damit zur Fortpflanzung des Baumes beitragen. Das Gift der Vogel-Kirsche ist ein seltener und beeindruckender Schutzmechanismus.

In der Frucht ist ein Enzym und das Molekül Amygdalin enthalten, jedoch streng voneinander getrennt. Wenn jemand die Kirschen kaut, verbinden sich beide und können so giftige Blausäure absondern. Also ist nicht
das Fruchtfleisch giftig, sondern der Kern.

Der Mensch nutzt die Vogel-Kirsche in vielen Belangen: Die Kirschkerne werden in Leinenbeutel eingenäht und dienen als Wärmekissen. Das rötlich-braune Holz ist für Schreinerarbeiten von Nutzen. Das aus den Baumwunden austretende Harz, Kirschgummi oder Katzengold genannt, wird zur
Versteifung von Filzhüten gebraucht.

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