Bäume unserer Heimat:

Feldahorn ist Baum des Jahres

Bis zum Tag des Baumes am 25. April stellen wir jede Woche einen in unserer Region heimischen Baum vor.

Durch sein gehäuftes Vorkommen im Offenland hat der Baum seinen Namen Feldahorn bekommen.
A. Roloff Durch sein gehäuftes Vorkommen im Offenland hat der Baum seinen Namen Feldahorn bekommen.

Der Feldahorn ist der Baum des Jahres 2015. Er ist neben Bergahorn und Spitzahorn, die dritte Ahornart, die überall in Deutschland vorkommt. Der Feldahorn schafft es selten in Höhen von 20 Metern und er wächst langsamer als andere heimische Baumarten.

Es fällt auf, dass er oft mehrstämmig wächst. Dabei können die Stämme zu einer Pflanze oder zu mehreren Pflanzen aus verschiedenen Samen gehören. Die Bäume entwickeln an den Zweigen Korkleisten. Ein alter Feldahorn bekommt eine Schuppenborke.

Die Blätter des Feldahorns sind klein, gegenständig, lang gestielt und haben oftmals fünf Lappen. Etwas fürs Auge bietet der Baum im Herbst, wenn sich die Blätter färben. Das Spektrum reicht von Goldgelb bis Dunkelrot. Die Blätter verrotten recht schnell. Sie sind meistens schon im kommenden Frühjahr verschwunden.

Der Feldahorn fühlt sich in Gegenwart von Sträuchern wie Haselnuss oder Felsenkirsche wohler als im Wald, wo er nur am Rand wächst. „Die Blüte lockt zahlreiche Insekten an. Die Früchte werden von sehr vielen unserer heimischen Singvögel wie dem Kernbeißer gern verspeist“, merkt Anja Kureck vom Nabu-MV an. Der volkstümliche Name des Feldahorns lautet Maßholder – er leitet sich von seinem holunderartigen Wuchs und seiner früheren Verwendung als Speisebaum ab.