Tipps für heiße Tage:

Fenster zu, Fernseher aus –so bleibt es kühl im Haus

Man kann es auch niemandem recht machen! Endlich ist der Sommer in Deutschland da, aber mit ihm kommt diese unerträgliche Hitze in die Wohnräume. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich diese jedoch aussperren.

Nur wenige Lichtstrahlen dringen durch die Jalousien – so bleibt auch die Sommerhitze draußen und die Wohnung schön kühl. Foto: Arno Burgi
Arno Burgi Die Sonne aussperren - Mit Rollladen und Markisen gegen die Hitze

Das Thermometer zeigt 30 Grad an, die Mittagssonne brennt auf die Fenster nieder: Die Wohnräume werden zur Sauna. Wer in den Sommermonaten nicht ans Meer flüchten kann, braucht ein paar Tricks, um das Haus auch an den heißesten Tagen kühl zu halten – und das ohne Klimaanlage. Dabei helfen vor allem Ratschläge, die auch beim Stromsparen nützlich sind.

Denn Elektrogeräte wie Computer, Fernseher, Spülmaschine und Fön produzieren Wärme. An ohnehin schon warmen Tagen empfiehlt Klaus Stöckmann, Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam, daher nur jene Geräte anzumachen, die auch wirklich gebraucht werden.

Ein verzichtbares Gerät sei zum Beispiel der Wäschetrockner, sagt Mechthild Himmelreich von der Verbraucherzentrale Bremen. Denn er erzeuge viel Wärme, und die Wäsche trockne bei warmen Temperaturen und Sonnenschein auch sehr gut an der Leine auf dem Balkon oder im Garten. Geräte, die im Moment nicht gebraucht werden, sollten komplett abgeschaltet werden. Denn im Stand-by-Betrieb können sie immer noch Wärme abgeben.

Möglichst wenig Hitze sollten Bewohner auch beim Kochen produzieren. Bei manchen Gerichten kann der Koch die Platten kurz vor Schluss ausschalten, erläutert Himmelreich. Denn sie geben weiterhin Wärme ab, die das Gericht fertig zubereitet. Im Sommer sei zudem der Einsatz von Abzugshauben besonders sinnvoll – sie tragen die warme Kochluft nach draußen.

Lüften am besten nur morgens und abends

Damit das Haus sich an heißen Tagen erst gar nicht aufwärmt, sollte nur morgens, abends und in der Nacht gelüftet werden, empfiehlt Udo Peters von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dann ist die Luft wesentlich kühler. Wer Rollläden und Jalousien am Fenster schließt, kann die Zimmertemperatur um bis zu 30 Prozent senken. Darauf weist Janet Simon von der Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hin.

Außenliegender Sonnenschutz sei am effektivsten. Hier wird der Sonnenschein noch vor dem Eindringen in das Haus abgehalten. Aber auch innen angebrachte Rollos, Jalousien oder Vorhänge helfen, die Zimmertemperatur zu senken. So könnten bei längerer Abwesenheit im Urlaub auch die Pflanzen vor Überhitzung geschützt werden. Am besten seien die Blenden und Jalousien hell beschichtet. Das reflektiere das Licht besser.

Beim Kühlen der Zimmer helfen massive Fußböden. Denn sie nehmen die Wärme aus der Raumluft auf. Aber die Bewohner sollten lose und schwere Teppichböden darauf im Sommer wegräumen, rät der Energieexperte Peters. Sie wirken wie eine Wärmedämmung und verhindern, dass der Boden Wärme speichert.

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