Blühendes Gehölz wird immer beliebter :

Fliederpracht im Garten

Sein Duft ist unverkennbar. Seine Blütenpracht weithin sichtbar, und unzählige Schmetterlinge tummeln sich darum: Der Flieder ist eines der prägnantesten und auffälligsten Gehölze, die im Frühling im Garten blühen. Ein paar Fakten rund um das hübsche Gewächs.

Eine Blütenpracht, die immer beliebter wird: Grundstücksbesitzer entdecken den Flieder wieder für sich.
Stephanie Pilick Eine Blütenpracht, die immer beliebter wird: Grundstücksbesitzer entdecken den Flieder wieder für sich.

Beliebtheit: Nach und nach gelangte der Flieder in die Bauerngärten, und im
19. Jahrhundert verbesserten Züchter in England, Frankreich, Russland und auch Deutschland Blütenreichtum und -größe, Farbintensität und Füllung der Einzelblüten.Mit Erfolg: „In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war der Flieder die Luxuspflanze überhaupt“, erklärt Biologin Elke Haase. Und derzeit erlebt das Gehölz ein Comeback.

Sortenempfehlung: Die Art, die sich am häufigsten in den Gärten findet, ist der Edelflieder (Syringa vulgaris). „Er ist ein absolutes Sonnenkind und verträgt keine Beschattung“, erklärt Robert Markley, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbaumschulen. Der Edelflieder wächst optimalerweise in einem nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden, ist anpassungsfähig und verträgt Hitze sehr gut.

Vor allem die alten französischen und russischen Sorten erlebten zuletzt ein Comeback. Eine der schönsten Sorten des Edelflieders ist für Haase „Beauty of Moscow“ aus dem Jahr 1947. „Die hellrosa Blüten erinnern mit ihrem irisierenden Glanz an Porzellan“, schwärmt die Diplom-Biologin von dieser Hybride. Sie empfiehlt daneben die reinweiße und kräftig duftende Sorte „Pamjat o Kolesnikowe“.

Alternativen: Der buschige Königsflieder (Syringa x chinensis ‚Saugeana‘) eignet sich besonders gut als Heckenpflanze. Man braucht ihn nur alle zwei bis drei Jahre zu schneiden. In kleine Gärten passt der Zwergflieder Syringa microphylla ‚Superba‘. Er ist auch als Herbstflieder bekannt, weil er nach der Hauptblüte im Mai immer wieder neue Blütenknospen treibt. Markley empfiehlt neben dem Herbstflieder den sehr zierlichen und langsam wachsenden Duft-Flieder (Syringa meyeri ‚Palibin‘). Diese können auch in Kübeln
stehen.

Hyazinthen-Flieder (Syringa hyacinthiflora) blüht meist vor dem Edelflieder. Er wächst buschiger und trägt mehr Blüten. Die Sorte „Maidens Blush“ blüht rosafarben, die Knospen sind aber fast rot. Sehr früh öffnen sich die doppelt gefüllten Blüten von „Drushba“ und bringen den bekannten Lilaton in den Garten.

Pflege: Der Flieder gedeiht üppig, Profis sprechen von einem guten Ausschlagvermögen. Ist die Sorte veredelt, können sich Wurzelausläufer rund um den Strauch entwickeln. Markley empfiehlt, diese fortlaufend zu entfernen. Allerdings kommt das laut Haase nur bei wenigen Sorten vor.

Schnitt: Der Flieder verträgt einen Schnitt. „Man muss lediglich beachten, dass die Blütenanlagen für das Folgejahr bereits in der Zeit zwischen Ende Juli und Anfang August fertiggestellt sind“, sagt Haase.Sie rät davon ab, danach die Triebe einzukürzen.

Markley empfiehlt, das Gehölz direkt nach der Blüte zu schneiden, das erhält seine Form. Für eine radikale Verjüngung hingegen rät er zu einem Termin im Spätwinter. „Man muss nur bedenken, dass darauf eine mehrjährige Blühpause folgt“, erklärt der Buchautor. „In der Regel reicht allerdings in den meisten Fällen der Schnitt vieler blühender Triebe für die Blumenvase als eine fortlaufende Schnittmaßnahme.“

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