Experten geben Rat:

Fünf Tipps fürs richtige Lüften

Im Winter wirkt frische Luft in Haus und Wohnung als Schimmelprophylaxe. Allerdings kann man dabei einiges verkehrt machen.

Am besten morgens und abends lüften, dann ist die Luft draußen abgekühlt.
Franziska Koark Am besten morgens und abends lüften, dann ist die Luft draußen abgekühlt.

Das Lüften in den eigenen vier Wänden ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Fakt ist: Frische Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als die warme im Raum. Eine regelmäßige frische Brise kann daher gerade im Winter Räume vor Schimmelbildung schützen. Diese Experten-Tipps haben sich bewährt:

• Mindestens zweimal täglich lüften.

In Küche, Bad und Schlafzimmer, wo besonders viel Feuchtigkeit entsteht beziehungsweise sich über Nacht ansammelt, sollten sogar möglichst dreimal am Tag die Fenster aufgerissen werden.

• Fenster ganz aufreißen.

Sind die Fenster länger auf Kipp gestellt, kühlen die Räume, vielleicht sogar die Wände aus – das verursacht höhere Heizkosten, um sie wieder aufzuwärmen. Außerdem tauscht sich die Luft nur durch ein gekipptes Fenster nicht ausreichend aus. Daher rät die Initiative Wärme+, gegenüberliegende Fenster möglichst ganz zu öffnen. Der Verband Fenster + Fassade empfiehlt, möglichst über verschiedene Stockwerke zu lüften – und dazu auch die Dachfenster zu öffnen. Dann steige die warme Luft durch den natürlichen Kamineffekt nach oben und ziehe hier nach draußen.

• Mindestens fünf Minuten lang.

Der Verband Fenster + Fassade stellt folgende Faustregel auf: Ist es im Freien kälter als null Grad, werden die Fenster für 5 Minuten ganz geöffnet. Bei Temperaturen von bis zu zehn Grad sind es rund 10 Minuten. Ist es während der Heizperiode noch wärmer, stehen die Fenster am besten rund 15 Minuten lang offen – und das immer mehrmals am Tag.

• Auf Luftfeuchte achten.

Übersteigt die Luftfeuchte im Wohnraum 60 Prozent, sollte gelüftet werden, rät der Verband Fenster + Fassade. Den Wert misst ein sogenanntes Hygrometer.

• Wohnräume immer gleichmäßig beheizen.

Ist die Temperatur im Zimmer nicht kälter als 20 Grad, lässt sich die Feuchtigkeit beim Lüften leichter aus dem Raum bringen. Denn warme Luft kann Feuchtigkeit besser auf- und mit nach draußen nehmen als warme Luft, erklärt die Initiative Wärme+.

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