Mit Fernbedienung und Sensor:

Intelligentes Wohnen für Senioren

Auch im hohen Alter sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben: Was viele Senioren wünschen, macht moderne Technik zur Realität. Das zeigt eine Modellwohnung in Braunschweig.

Christoph Schmidt Auch im hohen Alter sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben: Was viele Senioren wünschen, macht moderne Technik zur Realität.

Moderne Technik macht es möglich: Viele ältere oder kranke Menschen wollen möglichst lange sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Elektronische Assistenzsysteme helfen dabei - wie in einer Modellwohnung in Braunschweig, wo solche technischen Hilfen gezeigt werden. "Dieses Thema wird in unserer alternden Gesellschaft immer wichtiger", sagt Projektleiterin Ann-Kathrin Lumpe vom Braunschweiger Informatik- und Technologiezentrum, das der Technischen Universität angegliedert ist. "Wir zeigen den Besuchern, was heute technisch machbar ist."

Die Zwei-Zimmer-Modellwohnung ist barrierefrei und bietet viel Komfort: von höhenverstellbaren Küchenschränken, Regalen oder Waschbecken über Aufsteh-Hilfen im Sessel bis zum Dusch-WC im Bad. Vor allem aber gibt es intelligente und vernetzte Elektronik. Mit einer Fernbedienung können nicht nur elektrische Geräte wie Fernseher oder Küchenherd bedient werden, sondern auch Fenster, Türen oder Jalousien.

Der Toilettengang in Nacht: Licht geht automatisch an

Ein Sensor, den man am Körper trägt, reagiert bei einem Sturz und alarmiert festlegte Bezugspersonen. Bewegungsmelder registrieren, wenn man nachts aus dem Bett aufsteht und zur Toilette will - und stellen automatisch die Beleuchtung auf dem Weg dorthin an. Wenn man die Wohnung verlässt, werden Türen, Fenster oder der Herd kontrolliert und bei Bedarf selbstständig geschlossen oder abgestellt.

"Diese intelligente Wohnung ist auch für junge Menschen interessant, weil sie mehr Komfort und Sicherheit bietet", findet Lumpe. Ein vergleichbar ausgestattetes Appartement gebe es noch in Wolfsburg. In Braunschweig seien für 2014 zwei weitere Forschungswohnungen geplant, in denen Technologien weiter entwickelt werden sollen. So könne man etwa die routinemäßigen Alltagshandlungen der Bewohner zeitlich erfassen und bei deutlichen Abweichungen Alarm auslösen.

Das Projekt soll nicht nur ältere Menschen, sondern auch Wohnungsgesellschaften, Handwerksbetriebe, Sozialdienste oder Ärzte auf das Thema aufmerksam machen. Nahe der Modellwohnung gibt es etwa ein Beratungszentrum, das hilfesuchende ältere Menschen aufklärt und spezialisierte Handwerksbetriebe vermittelt.

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