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Internationale Gartenausstellung in Berlin

Zum ersten Mal geht die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin über die Bühne. Mit der neuen Parklandschaft inmitten von Plattenbauten wird die grüne Lunge der Hauptstadt ein Stück größer.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender besichtigten am Donnerstag das Gartenfestival unter dem Motto "Ein MEHR aus Farben".
Britta Pedersen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender besichtigten am Donnerstag das Gartenfestival unter dem Motto "Ein MEHR aus Farben".

Berlin präsentiert sich jetzt noch ein Stück grüner - am östlichen Rand der Hauptstadt wurde am Donnerstag die Internationale Gartenausstellung (IGA) eröffnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte zum Auftakt: "Die IGA ist ein besonders schönes Symbol für die Weltoffenheit dieser Stadt und für den Dialog der Kulturen." Die Macher könnten stolz sein auf die neue Pracht im "Riesen-Biotop Berlin".

Steinmeier sagte weiter, Gartenschauen seien nicht nur etwas für die Sinne, sondern setzten auch Impulse für die Stadtentwicklung. Eine der Zukunftsfragen sei, wie in wachsenden Städten die Außenbezirke attraktiver gemacht werden könnten. Dafür liefere die IGA 2017 Ideen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte, mit der IGA werde ein Zeichen über Berlin hinaus gesetzt. Grüne Oasen verbesserten die Lebensqualität in dicht besiedelten Metropolen.

Berlin als Metropole mit größerem Naturanteil

Auf dem rund 100 Hektar großen Gelände im Bezirk Marzahn-Hellersdorf werden bis zum 15. Oktober Gartenkunst, Konzerte, Märkte und Workshops geboten. Etwa zwei Millionen Besucher werden erwartet. Eine Attraktion soll die Fahrt mit einer Kabinen-Seilbahn werden, die von einem privaten Sponsor gebaut wurde. Spektakulär soll auch der Ausblick von der futuristischen Plattform Wolkenhain auf dem Kienberg sein.

Aus verschiedenen Töpfen flossen laut IGA rund 130 Millionen Euro, das Land Berlin hat knapp zehn Millionen Euro beigesteuert. Erhofft wird auch eine Aufwertung von Marzahn-Hellersdorf, das wegen seiner Plattenbausiedlungen gegen ein Negativ-Image ankämpft.

Berlin mit 3,6 Millionen Einwohnern gilt als Metropole mit einem größeren Naturanteil. Mehr als ein Drittel des Stadtgebietes sind laut der Statistik Seen, Flüsse, Wald und Parks - das meiste davon befindet sich allerdings am Stadtrand fern der eher wenig grünen Innenstadt.

Für den Abend des Eröffnungstages waren ein Konzert mit der Rockband Karat sowie ein Feuerwerk geplant.

Dieser Artikel wurde um 14.22 Uhr aktualisiert.