Den Garten winterfest machen:

Kräuterbeete vor dem Frost schützen

Das Gartenjahr neigt sich inzwischen gemächlich dem Ende. Trotzdem gibt es draußen noch einiges zu tun. Denn Rosmarin, Basilikum und Co. brauchen eine geeignete Überwinterung. Und so kann sie aussehen.

Auch wenn der Winter derzeit noch in der Ferne liegen mag, auch Kräuterspiralen brauchen rechtzeitigen Schutz vor der Kälte.
Caroline Liebow Auch wenn der Winter derzeit noch in der Ferne liegen mag, auch Kräuterspiralen brauchen rechtzeitigen Schutz vor der Kälte.

Die Schmetterlinge sitzen auf den letzten Lavendelblüten, Minze und Melisse verströmen ihre einzigartigen Aromen – Kräuterbeete erfreuen im Garten auch jetzt noch. Damit das aber auch im nächsten Jahr so ist, muss im Herbst einiges für die Pflanzen getan werden. Während in Blumenbeeten die vertrockneten Blüten und Pflanzenteile einfach zurückgeschnitten werden, brauchen Kräuterbeete- und spiralen etwas mehr Pflege.

So gibt es einige Arten, die vor dem Frost unbedingt aus der Erde müssen. „Zitronenverbene, und Fruchtsalbei-Sorten sollten aus dem Beet genommen und dann frostfrei, aber kühl, untergestellt werden“, rät Hagen Gottschling. Er betreibt zusammen mit seiner Frau Simone die Kräutergärtnerei Gottschling in Guest bei Greifswald.

Der normale Salbei kann dagegen draußen bleiben. Er übersteht mäßige Winter, wie sie in hiesigen Breiten üblich sind. Nicht draußen überwintern können dagegen Kräuter wie Basilikum oder Stevia. Diese müssen bei etwa 10 bis 15 Grad gelagert werden.

Zugleich verweist der Experte auf mäßiges Gießen und rät: „Lieber nicht an ein Südfenster stellen, sonst treiben sie zu stark aus.“ Andere Kräuter wie Ysop, Thymian, Lavendel oder Bohnenkraut sind dagegen pflegeleicht und können im Beet bleiben. Doch auch hier sollten Hobbygärtner für etwas Schutz sorgen. „Da diese immergrünen Pflanzen auch im Winter viel Licht brauchen, aber gegen Ende Februar, bei durchgefrorenem Boden und intensiver Sonnenstrahlung schnell austrocknen können, sollten sie mit einem Frostschutzvlies oder mit Fichtenreisig abgedeckt werden“, so Hagen Gottschling. Bis Weihnachten sei das in der Regel aber nicht nötig. Rosmarin, der zwar winterhart, aber empfindlich ist, sollte ebenfalls mit einem solchen Vlies abgedeckt werden, dass dann mit Steinen befestigt wird.

Zurückschneiden besser erst im Frühjahr

Sehr unkompliziert sind Küchenkräuter wie Schnittlauch und Petersilie sowie alle Minz-Arten. Sie überstehen den Winter nahezu problemlos. Die Minzen – sowie auch Schnittlauch und Gewürzfenchel – ziehen sich im Winter komplett zurück. Jedoch gibt es auch bei diesen winterharten Sorten einige Empfehlungen. Für einen besseren Schutz sollten die Beete mit Laub oder Grünschnitt vom Rasenmähen abgedeckt werden. „Das schützt nicht nur, sondern ist auch gleichzeitig eine Anreicherung für den Boden“, sagt Gottschling.

Als studierter Biologe weiß er ganz genau, wie mit welcher Pflanze umgegangen werden muss. Kein Wunder also, dass das Ehepaar sein Hobby dann irgendwann zum Beruf gemacht hat. In ihrer Gärtnerei haben die Beiden über 400 verschiedene Kräuter im Angebot und zudem für Besucher immer noch ein paar Tipps und Tricks auf Lager.

„Jetzt alles zurückzuschneiden ist nicht gut. So verlieren die Pflanzen ihren Winterschutz. Besser erst im Frühjahr“, rät Simone Gottschling. Dann darf die Pflanze auch zu zwei Drittel abgenommen werden. So geschützt werden sich dann auch im nächsten Jahr wieder viele Bienen, Hummeln und Schmetterlinge auf den Blüten der Heilpflanzen vergnügen.

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