Bäume unserer Heimat:

Mit 66 Jahren fängt das Wachsen an

Bis zum Tag des Baumes am 25. April stellen wir jede Woche einen in unserer Region heimischen Baum vor.

Freistehend entwickelt die Sommerlinde eine mächtige Krone mit dunkelgrünen, feinrissigen Blättern. Foto: W. Butzler/pixelio.de
Freistehend entwickelt die Sommerlinde eine mächtige Krone mit dunkelgrünen, feinrissigen Blättern. Foto: W. Butzler/pixelio.de

Die Sommerlinde lässt sich schon von Weitem an ihrer markanten Krone erkennen, die breit gerundet herabhängt und meist sehr dicht und geschlossen ist. Für die Linde trifft der Satz, dass das Leben mit
66 Jahren anfängt, auf eine besondere Weise zu, denn ungefähr bis zu diesem Alter wächst diese Laubbaumart sehr langsam.

Danach streckt sich die Linde in die Höhe und erreicht mit 150 Jahren majestätische Größen bis zu 40 Metern. Was für das Wachsen in die Höhe gilt, stimmt jedoch nicht für die Breite. Denn Linden wachsen ununterbrochen in die Breite. Es gibt den Spruch, dass Linden 300 Jahre lang kommen, 300 Jahre lang stehen und 300 Jahre lang gehen.

Lindenblätter haben eine typische Herzform und werden im Herbst goldgelb. Ein Unterschied zwischen Winter- und Sommerlinden ist, dass Winterlinden ungefähr zwei Wochen später blühen.

Das Wort „lindern“ kommt von der „Linde“, die für ihre Heilwirkung bekannt ist. Lindenblütentee hilft sehr gut bei Erkältungen.

Im Nibelungenlied wird ein Lindenblatt dem Helden Siegfried zum Verhängnis. Nachdem er den Drachen erschlug und in dessen Blut badete, wurde er unverwundbar. Ein Lindenblatt auf dem Rücken sorgte jedoch für eine verwundbare Stelle, die dann – von Hagen hinterhältig ausgenutzt – zu seinem Tod führte. nlz


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