Tipp vom Gärtner:

Rot-Weiß jetzt in den Keller

Johannisbeeren sollten Anfang Dezember vermehrt werden. Die entsprechenden Grundregeln erklärt ein Gartenfachmann in drei Stichpunkten.

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Die wichtigsten drei Regeln für den Johannisbeer-Schnitt und den Steckholzschnitt im Allgemeinen lassen sich kurz und prägnant zusammenfassen: „bleistiftstarke, zwanzig Zentimeter lange Hölzer in feuchten Sand einschlagen“, erklärt Gärtnermeister Michael Hager. Der Experte von der gleichnamigen Baumschule aus Bartow weist darauf hin, dass die erste Dezemberwoche für den Schnitt die beste Zeit sei. Im Frühjahr, so um den März kann das Holz dann im Freiland gesteckt werden, aber auch im Folienzelt oder Gewächshaus.

Zum Überwintern reicht es, die Steckhölzer in einen Eimer mit feuchten Sand im Keller „einzulagern“. „Man ahmt hier die Erde nach, als wären die Pflanzen im Freien. Nur, und das ist der Clou dieser Technik, dass sie dabei vor Frost geschützt sind“, erläutert Michael Hager. Denn Kälte allein schade den Pflanzen nicht, Frost aber schon.

Wer bei Johannisbeeren nach guten Sorten suche, könne sich gern auf ältere Sorten konzentrieren, erklärt der Fachmann. Da viele seiner Kunden aber wert auf ein natürliches Gärtnern legen, empfiehlt auch er meist neuere Sorten, die durch ausdauernde Züchtung Mehltau-resistent seien. „Bei den hundert Jahre alten oder älteren Sorten kann man höchstens Mehltau-tolerante finden“, fügt er hinzu.

Eine Mehltau-tolerante alte Sorte ist die Heinemann-Spätlese, eine rote Johannisbeere mit relativ großen Früchten, reichtragend, säuerlich. Die Pflanze selbst ist frosthart und stellt keine Ansprüche, nur durchlässig sollte der Boden sein.

Über hundert Jahre alt ist die Weiße Versailler, eine weiße Johannisbeere, die ebenfalls Mehltau-tolerant ist und süßsäuerliche Früchte trägt. Dabei sollte man jedoch nicht zu viele Erträge erwarten, denn es ist eher eine Naschsorte, bei der man von der Hand in den Mund erntet.

Die Johannisbeere trägt ihren Namen aufgrund des Johannistages. Der christliche Gedenktag am 24. Juni ist der Geburtstag Johannes des Täufers und markiert gleichzeitig den Anfang der Erntezeit für die frühen Johannisbeersorten. In der Phänologie ist die Johannisbeere deshalb eine der Zeigerpflanzen, die mit diesem Datum verknüpft sind.

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