Wintergemüse:

Salatrauke liefert würzige Blätter

Frisches schmackhaftes Grün steht in der Winterzeit hoch im Kurs. Die Blätter der Salatrauke schmecken pikant nussartig und erinnern etwas an Kresse.

Bereits vier Wochen nach der Aussaat lassen sich immer einige Blätter der Salatrauke zur Verwendung in der Küche ernten. Foto: Peter Busch
Bereits vier Wochen nach der Aussaat lassen sich immer einige Blätter der Salatrauke zur Verwendung in der Küche ernten. Foto: Peter Busch

Schon einige Blätter machen jeden Rohkostsalat zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Auch klein gehackt auf einem Butterbrot geben sie eine ungewohnte Köstlichkeit. Die Salatrauke, Eruca sativa, ist keine Neuzüchtung, sondern kommt überall auf der nördlichen Erdkugel vor. Die Namensvielfalt von Rucola über Roquette bis Rocket zeigt ihre Beliebtheit bei unseren Nachbarn an.

Die Pflanze ist, wie der Geschmack es verrät, mit der Kresse verwandt und enthält ebenso das geschmacksbildende Senföl, das zugleich appetitanregend und keimhemmend wirkt. Über Sommer entwickelt die Pflanze mehr Senföl und schmeckt dann fast zu scharf, sodass sich besonders ein Anbau in der kalten Jahreszeit anbietet. Am einfachsten ist es, die Salatrauke jetzt in Töpfen oder Schalen zu ziehen. Diese werden mit Kompost oder Blumenerde gefüllt, und es wird nicht zu eng ausgesät; ca 20 Samen reichen für einen mittleren Topf. Das Saatgut wird mit einem halben Zentimeter Erde abgedeckt, angegossen und auf die warme Fensterbank gestellt. Da die Salatrauke fast so unproblematisch wächst wie Kresse, lässt sie sich auch ganz ohne Erde in Hydro-Kultur ziehen. Nach wenigen Tagen zeigen sich die Keimlinge. Ein warmer und sonniger Standort ist jetzt ideal. Nach drei bis vier Wochen sind die zungenförmigen Blätter groß genug, um in der Küche verwendet zu werden. Nimmt man alle zwei Wochen eine Folgesaat vor, lassen sich die würzigen Blätter den ganzen Winter über genießen.

Für Gartenbesitzer empfiehlt sich auch eine Freilandkultur, da die Pflanzen nicht sehr frostempfindlich sind. Die Blätter stellen allerdings auch eine Delikatesse für Schnecken und Erdflöhe dar. Deshalb bietet sich besonders ein Anbau im unbeheizten Gewächshaus oder geschlossenen Frühbeet an, wo in Reihen ausgesät wird. Dieses hat den Vorteil, dass trotz Schnee und Frost immer geerntet werden kann. Da das Wachstum draußen natürlich langsamer vonstatten geht als auf der warmen Fensterbank, sind Folgesaaten vom September bis zum Frühjahr alle vier Wochen zu empfehlen. Später als im April ausgesäte Salatrauke hat neben dem schärferen Geschmack auch den Nachteil, dass sie eher in Blüte schießt. Dies kann man natürlich zulassen, um selber Saatgut zu gewinnen.

Ebenso wie Portulak und Löffelkraut sorgt die Salatrauke auch in der kalten Jahreszeit für Abwechslung in der Küche.

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